Wir freuen uns, dass Sie Interesse an der Förderung des Fußverkehrs haben. Sie erhalten hiermit Informationen über die Projekte „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ (Laufzeit: April 2018 - März 2020) sowie „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ (2016 - 2018).

Das Projekt „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ wurde aufbauend auf dem Vorgängerprojekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ durchgeführt. Dabei wurde der im ersten Projekt entwickelte Handlungsleifaden „Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie“ auf seine Praktikabilität und Umsetzbarkeit getestet und evaluiert. Zudem gab es Fußverkehrs-Checks und Workshops in sieben weiteren Modellstädten.- somit wurden zum jetzigen Stand seit 2016 insgesamt 12 Modellstädte von FUSS e.V. bei der Entwicklung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie unterstützt und beraten. Des Weiteren wurden Kommunen in ganz Deutschland mit mehr als 20.000 Einwohnern nach Ihren Wünschen und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen befragt, welche durch interessierte Kommunen bei einem Aktivseminar im Oktober 2018 ergänzt und diskutiert wurden (siehe Menüpunkt "Vernetzung"). Im Laufe des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ wurden zwei Broschüren herausgebracht, die unter "Produkte und Downloads" kostenfrei zur Verfügung stehen (bei Bestellung von Print-Versionen über den Online-Shop fallen Versandgebühren an).

Informationen für Planende und Gehende

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. möchte Sie unterstützen durch Informationen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuigkeiten zum Fußverkehr finden Sie auch auf facebook und twitter.

 

Produkte und Downloads

 

Aktuelles

Die Projekte sind abgeschlossen. Alle Informationen zu den durchgeführten Projektaktivitäten finden Sie über die Menüleiste am linken Rand.

Wichtiger Hinweis für die Modellstadt Frankfurt (Oder): Der Vorstellungs-Termin des Projektes und über die Einbindung in die Landesinitiative „Stadt zu Fuß“, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung MIL war für den 23. März 2020 in Potsdam vorgesehen und musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Weitere Informationen werden folgen.

Wir halten Sie fortlaufend auf den einzelnen Unterseiten der Modellstädte auf dem Laufenden.

 

Städte entdecken das Gehen neu

Fußgängerzone in Halle (Saale)

Immer mehr deutsche Städte entdecken das Gehen neu. Zwölf von ihnen haben sich in den letzten Jahren vom Fachverband für Fußverkehr FUSS e.V. strategisch beraten lassen; das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt haben das Projekt gefördert. Zum Abschluss des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ resümiert Projektkoordinator Patrick Riskowsky: „Nachdem Fußgängerinnen und Fußgänger hundert Jahre lang als Randfiguren betrachten wurden, rückt der stadtfreundliche, einfache, kostengünstige und umweltfreundliche Fußverkehr in vielen Städten wieder mehr in den Fokus.“ Mehr

 

 

 

 

Broschüre „Geh-rechtes Planen und Gestalten“ erschienen

Deckblatt der Broschüre Geh-rechtes Planen und Gestalten
Gestaltung: Neuwerk

Fußverkehrsplanung ist eine komplexe Disziplin, für die es zahlreiche rechtliche Vorgaben und Empfehlungen in vielen Regelwerken gibt. Im Arbeitsalltag ist es für Planer*innen in der Stadtverwaltung oder im Planungsbüro und erst recht für engagierte Bürger*innen nicht immer einfach, den Überblick im „Paragraphen-Dschungel“ zu bewahren oder bestimmte Vorgaben und Empfehlungen auf Anhieb zu finden.
Wir haben eine umfassende Sammlung an fußverkehrsrelevanten planungsrechtlichen Aspekten aus den betreffenden Regelwerken zusammengestellt. Diese Sammlung ist einzusehen auf www.geh-recht.de und auf dem aktuellen Stand.

Wem das zu umfangreich ist, die/der kann ab sofort zu unserer Broschüre „Geh-rechter Planen und Gestalten“ greifen. Hier geht es zum Download als PDF-Datei, hier zur Bestellung in unserem Online-Shop (gegen Versandgebühren; die Broschüre selbst ist kostenlos).

Die Broschüre bietet eine kompakte Sammlung wichtiger Aspekte zur Planung des Fußverkehrs – ausgewählt nach pragmatischen Gesichtspunkten. Anstatt in Richtlinien, Normen und Verordnungen, unübersichtlichen und überlangen Dokumenten oder auf Webseiten suchen zu müssen, kann dieses Heft als Arbeitsunterstützung und Lexikon der Fußverkehrsplanung genutzt werden. Sortiert nach Themenbereichen und praxisnahen Fragestellungen finden sich hier viele relevante Aspekte des Fußverkehrs.

 

Handlungsleitfaden evaluiert

Handlungsleitfaden
Neuwerk (Gestaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

Vor rund einem Jahr (Juli 2018) ist der Handlungsleitfaden "Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie" als Produkt aus dem Projekt Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien hervorgegangen und sogleich an alle Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnenden verschickt worden. In den Jahren 2016 bis 2018 waren insgesamt etwa 700 Menschen daran beteiligt, herauszufinden, wie eine strategische Förderung des Zufußgehens aussehen sollte und was deshalb in diesem Handlungsleitfaden zumindest auch als Thema benannt werden müsste. Dabei ging es nicht darum, ein völlig neues Konzept zu entwickeln, vielmehr soll der Handlungsleitfaden die vorhandenen Ansätze darlegen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.
Anfang 2019 haben wir ebenjene Kommunen mittels Fragebogen um ein Feedback zum Handlungsleitfaden gebeten. Wir wollten wissen, wie der Handlungsleitfaden ankommt: Welche Inhalte fehlen oder ist die Broschüre gar schon randvoll mit allem, was man zur kommunalen Fußverkehrsförderung wissen muss?

Die Ergebnisse der Evaluation finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Handlungsleitfaden sowie zum Download der Broschüre finden Sie unter dem Menüpunkt Handlungsleifaden.

 

 

Nachgefragt, nachgehakt - das Parteiengespräch in Halle (Saale)

Kunst auf dem Riebeckplatz in Halle (Saale)

Am 15. Mai 2019 veranstaltete FUSS e.V. ein Parteiengespräch auf dem Bürgersteig in Halle (Saale). Die kommunalpolitische Forderung, die Stadt stärker als eine fußgängerfreundliche Stadt zu entwickeln, stand dabei im Zentrum dieser Veranstaltung in Fortbewegung. Neben dem August-Bebel-Platz wurden auch das Paulusviertel (Goethestraße) und der Platz Am Steintor gemeinsam aufgesucht. Die jeweilige Situation wurde zunächst durch zwei Mitarbeiter des Fuss e.V. speziell aus der Perspektive der Fußgänger erörtert. Anschließend erhielten jeweils ein/e Vertreter/in der Parteien die Gelegenheit, ihre Position zur zukünftigen Förderung des Fußverkehrs darzulegen. Interessierte  Hallenserinnen und Hallensern hatten ebenso die Möglichkeit, Fragen zur Fußverkehrsförderung an die Stadtratskandidaten zu richten.

Das Protokoll zur Veranstaltung können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Alle Ergebnisse zu den Projektaktivitäten in Halle (Saale) finden Sie zum Nachlesen auf der Modellstadt-Seite für Halle (Saale).

Neustrelitz auf den (Fuß-)Weg gebracht

Marktplatz-Mitte Neustrelitz

Es ist geschafft - Neustrelitz erhält als erste von sieben Modellstädten des Projekts "Bausteine für Fußverkehrsstrategien" unsere Fußverkehrsstrategie-Urkunde und darf sich nun - wie Chemnitz, Eisenach, Jena, Marl und Rendsburg aus der vorangegangenen Projektperiode - zum Kreis der "vollwertigen" Fußverkehrsstrategie-Modellstädte zählen.
Am Donnerstag (31.01.2019) nahm Bauderzernent Karsten Rohde stolz die Urkunde entgegen und versprach, dass die Stadtverwaltung alle im Rahmen unserer Projektaktivitäten in Neustrelitz vorgeschlagenen Maßnahmen und Hinweise für die weitere Prüfung, Diskussion und Planung aufnehmen wird, wies jedoch daraufhin, dass nicht alle Maß­nahmen gleich prioritär behandelt werden können. Kleinere Maßnahmen mit eher geringem Kosten­aufwand möchte die Stadtverwaltung im Sinne der Verbesserung der Fußverkehrs-Infrastruktur relativ kurzfristig umsetzen, andere Maßnahmen bedürften hingegen einer Abstimmung mit weiteren Behörden (Verkehrsbehörde, Tiefbauamt, Ordnungsamt etc.) und ggf. einer fachlichen Variantenprüfung. Im Zuge der zeitnah anstehenden Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans besteht die Chance, dass die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung der Situation für den Fußverkehr Berücksichtigung finden, wovon Fußgänger/innen in Neustrelitz schon bald profitieren könnten. Als Maßnahmen mit höherer Priorität sollen zunächst solche entlang der stark frequentierten Wegerelationen zwischen dem Bahnhof / ZOB und dem Stadtzentrum (Fußgängerzone / Marktplatz) berücksichtigt werden. Wünschenwert ist beispielweise die Umwidmung des Marktplatzes in einen "verkehrsberuhigten Bereich", sodass anstatt der heutigen Dominanz des Kfz-Verkehrs bald ein respektvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer/innen mit gegenseitiger Rücksichtnahme im Sinne der schwächeren Verkehrsträger (Rad- und Fußverkehr) auf diesem wichtigen Platz des Stadt herrschen kann und dort signalisiert wird, dass in Neustrelitz gut und sicher zu Fuß gegangen werden kann.
Die wichtigsten Ergebnisse zum Nachlesen finden Sie im Abschlussprotokoll (PDF) sowie Ausführliches auf der Modellstadt-Seite für Neustrelitz.

FUSS e.V. checkt's - Die Check-Broschüre ist da!

Fußverkehrs-Check

Mit der aus Recherchen, Interviews und unseren Erfahrungen aus den Modellstädten unseres Projekts "Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien" zusammengestellten Broschüre möchten wir Kommunen und Bürger/innen ermuntern, selbstständig Fußverkehrs-Checks durchzuführen. Darin enthalten sind die wichtigsten Tipps zu Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Fußverkehrs-Checks sowie eine Übersicht über geeignete Check-Formate und Check-Listen. Auch für kommunale Mitarbeiter/innen, die bereits einen Fußverkehrs-Check in seiner/ihrer Kommune durchgeführt haben oder sogar bereits an einer Fußverkehrsstrategie arbeiten, gibt die Broschüre hilfreiche Hinweise zur konzeptionellen Einbindung von Fußverkehrs-Checks, denn ein Fußverkehrs-Check reicht in der Regel nicht aus! Gecheckt?

Die Broschüre gibt es als Download (PDF) und als Print-Version in unserem Online-Shop.
Die ausführlichen Texte und Informationen finden Sie weiterhin auf www.fussverkehrs-check.de.

Gemeinsam läuft es besser - Vernetzung fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Deutschland

FUSS e.V. präsentiert das potenzielle Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen.

Für alle fußverkehrsbewussten Kommunen, die nicht allein dastehen wollen, wenn es darum geht, den Fußverkehr in ihrer Stadt voranzubringen,veranstaltete FUSS e.V. am 10. Oktober 2018, also am Vortag des 2. Deutschen Fußverkehrskongresses, in Berlin ein Aktivseminar mit dem Motto „Gemeinsam läuft es besser!“. Dabei ging es darum, fußverkehrsinteressierten Städten erstmalig eine Gelegenheit zu bieten, andere Kommunen kennenzulernen, denen der Fußverkehr ebenso am Herzen liegt, damit sie fortan voneinander und miteinander lernen können. Zudem baten wir die Kommunen, uns ihre Wünsche und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Städte mitzuteilen, wozu im Vorfeld bereits auch eine deutschlandweite Umfrage stattgefunden hat.

Alle Ergebnisse der Vorab-Befragung sowie des Aktivseminars finden Sie unter dem Menüpunkt Vernetzung.

 

 

Ziel des Projekts

Mit diesen Projekten möchte der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. notwendige Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene sammeln und weiterentwickeln. Angestrebt wird eine möglichst zielgruppengenaue Erfassung und Analyse der Bedingungen und Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern über Umfragen, Fachinterviews sowie Fußverkehrs-Audits und Workshops in ausgesuchten Modellstädten. Ein daraus zu entwickelnder Handlungsleitfaden soll den Städten und Gemeinden durch die Bereitstellung von Praxis-Hinweisen, Erfahrungswerten und Entscheidungshilfen bei der Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie helfen.

 

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

www.bmu.de

www.umweltbundesamt.de

 

 

Resümee zum Abschluss des Projekts "Bausteine für Fußverkehrsstrategien"

Fußgängerzone in Halle (Saale)

Immer mehr deutsche Städte entdecken das Gehen neu. Zwölf von ihnen haben sich in den letzten Jahren vom Fachverband für Fußverkehr FUSS e.V. strategisch beraten lassen; das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt haben das Projekt gefördert. Zum Abschluss des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ resümiert Projektkoordinator Patrick Riskowsky: „Nachdem Fußgängerinnen und Fußgänger hundert Jahre lang als Randfiguren betrachten wurden, rückt der stadtfreundliche, einfache, kostengünstige und umweltfreundliche Fußverkehr in vielen Städten wieder mehr in den Fokus.“

Riskowsky berichtet: „Besonders spannend waren die Fußverkehrs-Checks, die wir überall gemacht haben. Teilnehmende Verwaltungsmitarbeitende, Kommunalpolitikerinnen und -politiker und andere waren zwar schon vorher zu Fuß in ihrer Stadt unterwegs, hatten aber Stärken und Schwächen der Fußverkehrs-Infrastruktur noch nie systematisch betrachtet – von der idyllischen Wohnstraße bis zur fußgängerfeindlichen Großkreuzung.“

Es gibt Probleme, die in fast allen Städten auftraten: Das erste ist Gehwegparken zu Lasten der zu Fuß Gehenden, das zweite sind Konflikte mit dem Radverkehr. Häufige Themen sind auch Bus- und Tramhaltestellen, Barrierefreiheit und in Altstädten Konflikte mit dem Denkmalschutz, etwa in der Frage des richtigen Wegebelags. Auch fehlende Beleuchtung über Gehwegen und in Tunneln ist ein häufiges Problem, und ein weit verbreitetes Ärgernis sind Ampeln, an denen die Wartezeiten für den Fußverkehr zu lang sind und die Grünphasen zu kurz.

Aus den Analysen in den zwölf Städten leiten die Fußverkehrs-Experten Empfehlungen für alle deutschen Städte ab. Dazu Riskowsky: „Es sollte mehr verkehrsberuhigte Bereiche geben und an Straßenkreuzungen und anderen Stellen mehr Zebrastreifen, Mittelinseln und Gehweg-Nasen, mit denen Fahrbahnen verschmälert und Sichtbeziehungen zwischen Gehenden und Fahrenden verbessert werden.“ Eine wichtige Forderung von FUSS e.V.: Breite Wege machen das Gehen attraktiver und die Städte schöner. Parkende Autos gehören an den Fahrbahnrand, nicht auf die Gehwege.

Das Projekt und die entwickelten Broschüren sollen einen Beitrag dazu leisten, das Zufußgehen in Deutschland wieder attraktiver zu machen, auch damit das eigene Auto öfter stehen gelassen wird und die eigenen Füße gerade für kurze Wege bevorzugt werden.

 

Die zwölf Modellstädte waren in Phase 1 bis 2018 Chemnitz, Eisenach, Jena, Marl und Rendsburg, in Phase 2 bis 2020 Coesfeld, Erlangen, Frankfurt (Oder), Göttingen, Mainz, Halle (Saale) und Neustrelitz. Drei Kurzporträts und einige Fotos aus dem Projekt finden Sie zum Download im UMKEHR-FUSS-Online-Shop > kostenlose Downloads > Themen-Websites > Fußverkehrsstrategie. (Die dort bereitgestellten Fotos sind frei zur redaktionellen Verwendung mit Angabe der Quelle „FUSS e.V.“.)

Alle Informationen zum Projekt, Porträts der Modellstädte und Ergebnisprotokolle aller durchgeführten Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite: www.fussverkehrsstrategie.de

Aufgrund der Erfahrungen im Verlauf des Projektes mit den Problemen vor Ort hat FUSS e.V. den Stand der Technik bei Planungs- und Rechtsfragen zum Gehen für Expertinnen und Experten sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger aufbereitet. Die neue Broschüre von FUSS e.V. „Geh-rechtes Planen und Gestalten“ finden Sie als kostenlosen Download auf der Startseite www.fuss-ev.de > „Arbeitshilfe: Gesetze und Regeln zum Fußverkehr“.

 

Pressemitteilung von FUSS e.V.
Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 31. März 2020

Handlungsleitfaden
Neuwerk (Gestaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

An dieser Stelle möchten wir Sie informieren über die durchgeführte Evaluation des Handlungsleitfadens "Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie". Hierzu finden Sie die Ergebnisse

Einen Kurzbericht finden Sie auch in unserer Fachzeitschriftt "mobilogisch!", Ausgabe 3/19.

 

 

 

 

 

Umfrage bei den Kommunen mittels Fragebogen

Im Juli 2018 wurde der Handlungsleitfaden an alle Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohner*innen verschickt und eben jene Kommunen haben wir Anfang 2019 mittels Fragebogen um ein Feedback gebeten. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 101 Verwaltungsmitarbeiter*innen aus 98 deutschen Kommunen, darunter auch die Stadtstaaten Berlin und Bremen. Bei den Flächenbundesländern erhielten wir die meisten Rückmeldungen aus Nordrhein-Westfalen (30), Baden-Württemberg (12) und Bayern (10), wobei etwa die Hälfte aller Feedbacks aus kleineren Mittelstädten bis 50.000 Einwohnenden kamen. Mehr als zwei der Drittel der rückgesandten Fragebögen wurden von Mitarbeiter*innen der Fachbereiche für Stadt-/Verkehrsplanung, Stadt-/Verkehrsentwicklung, Bauen/Tiefbau, Umwelt, Klimaschutz oder ähnlichen Ämtern ausgefüllt, dreißig weitere von Personen mit einer leitenden Position (Abteilungsleiter*in oder Derzernent*in). Die Frauenqoute bei den Rückmeldungen liegt bei rund einem Drittel.

Frage 1: Kannten Sie das Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. bereits vor Erhalt der Broschüre?

Die Befragung ergab einen Bekanntheitsgrad des Projekts „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ bei den Verwaltungsmitarbeiter*innen vor Erhalt der Broschüre von etwa einem Drittel.

Frage 2: Wie relevant schätzen Sie das Thema „Kommunale Fußverkehrsstrategie“ für Ihre Kommune ein?

Fast zwei Drittel schätzten das Thema „Kommunale Fußverkehrsstrategie“ als relevant ein, weitere 23 sogar als äußerst relevant. Lediglich ein Prozent stellt die Sinnhaftigkeit in Frage. Das verdeutlicht, dass der Fußverkehr in der Planung von immer mehr Kommunen Berücksichtigung findet und teils als sehr wichtig erachtet wird.

Frage 3: Arbeiten Sie bereits an einer kommunalen Fußverkehrsstrategie?

Immerhin 29 Verwaltungsmitarbeiter*innen konnten diese Frage mit Ja beantworten. 13 von ihnen starteten mit einer kommunale Fußverkehrsstrategie sogar schon vor Erhalt des Handlungsleitfadens, fünf weitere begannen nach Erhalt der Broschüre und 15 sind gerade in der Planungsphase. Zwar hat sich der Großteil der Mitarbeiter*innen in den Städten (56 Prozent) noch nicht mit der Thematik beschäftigt, für knapp 52 Prozent klingt dies aber interessant. Vier Kommunen haben zu unserem Bedauern kein Interesse an der Entwicklung einer Fußverkehrsstrategie.

Frage 4: Wie beurteilen Sie die Broschüre hinsichtlich des Inhalts, der Gestaltung, des Aufbaus, der Verständlichkeit und der Orientierung an der Zielgruppe (kommunale Verwaltung)?

Die Benotung der Broschüre fällt mit gut (Notenschnitt von 1,9 bis 2,1) im Durchschnitt relativ positiv aus:

  • Gesamteindruck Inhalt: 1,9
  • Gesamteindruck Gestaltung: 1,9
  • Aufbau: 2,0
  • Verständlichkeit: 1,8
  • Orientierung: 2,1

Frage 5: Wie beurteilen Sie die Themenvielfalt des Handlungsleitfadens?

Auch die Themenvielfalt wird von etwa 84 Prozent der Befragten als genau richtig ausgewiesen.

  • „Sehr umfangreiche Themenvielfalt; alle wichtigen Themen sind kurz angeschnitten. Vieles lässt sich leider in einer kleinen Kommune nicht konkret umsetzen, auch weil finanzielle Ressourcen fehlen.“
  • „...sehr ausführlich behandelt und ein genauer Leitfaden für Kommunen. Top!“

Frage 6: Welche Themen haben Ihrer Meinung nach gefehlt oder wurden nur unzureichend behandelt? Haben Sie noch Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zum Inhalt oder der Gestaltung der Broschüre?

Im gleichen Zuge werden auch Verbesserungsvorschläge genannt. Dazu gehört eine genauere Erläuterung des Weges von der Fußverkehrsstrategie zum Fußverkehrskonzept und wie in übergeordneten Planungsebenen (z.B. VEP) der Fußverkehr eingebunden werden kann. Durch das Erarbeiten von Qualitätsstandards könnte mit wenig Aufwand die Nutzbarkeit von Fußverkehrsinfrastruktur analysiert werden. Auch das tiefer gehende Thematisieren der Barrierefreiheit wird gefordert. Mehrfach gewünscht wird eine Kürzung des Leitfadens bzw. ein separater Absatz mit Fokus auf konkrete Handlungs- und Planungsvorschläge.

  • „In einer Stadt-/Kommunalverwaltung hatten wir nicht die Zeit, 55 (!) Seiten Text zu lesen. Eine stichwortartige Darstellung wäre hilfreich mit Verweisen zu näheren Erläuterungen.“

Dazu gehören Datenblätter mit den wichtigsten Daten aus den Richtlinien sowie gesetzliche Grundlagen zur Einführung von Verkehrsberuhigten Bereichen.

  • „Datenblätter zu einzelnen Herausforderungen, z.B. Mindestbreiten, Mindestfreigabezeiten an LSA, Verhalten an Einmündungen / wer hat Vorrang?“ „Wünschenswert sind Grafiken/Zeichnungen von Musterlösungen...“
  • „Eventuell hätte man noch einen Absatz zu „technische Vorgaben“ bzgl. Breiten von Gehwegen o.Ä. hinzufügen können“

Insgesamt sind die am häufigsten genannten Themenbereiche:

  • Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten (10x genannt)
  • Bezug zu relevanten Regelwerken und Qualitätsstandards (8x genannt)
  • strategische Herangehensweise, z.B. Einbindung des Fußverkehrs in die übergeordnete Planungsebene oder der Weg von der Fußverkehrsstrategie zum Fußverkehrskonzept (4x genannt)
  • genauere Angaben bzgl. der Netzgestaltung (3x genannt)
  • Thema Barrierefreiheit vertiefen (2x genannt)
  • Verknüpfung von ÖPNV und Fußverkehr (2x genannt)
  • ganzheitliche Ansätze/Synergien (2x genannt)

Bezüglich des Layouts wird sich eine übersichtlichere Darstellung gewünscht mit weniger Fließtext.

  • „Die Seiten sind teils sehr voll mit Textblöcken, die nach gewisser Zeit das Lesen anstrengend machen. Ansonsten sehr ausführlich behandelt und ein genauer Leitfaden für Kommunen. Top!“
  • „Das Layout wirkt durch die verschiedenen Kästen und Fotos etwas unruhig. Eventuell lieber wenige gute Beispiele, aber diese ausführlicher dokumentieren.“

Frage 7: Was ist Ihre Meinung zur Herausgabe des Handlungsleitfadens?

Die Publikation der Handlungsempfehlung sieht die Mehrheit als längst überfällig (43 Prozent), gefolgt von genau richtig (34 Prozent). 5 Prozent erachtet die Broschüre als unnötig, da der Umsetzungswille in der Politik fehlt und es Bestandteil der kommunalen Verkehrsplanung sein sollte. 14 Prozent äußerten sich zu der Frage nicht.

Wir danken allen Kommunen, die an der Befragung teilgenommen haben.

 

Befragung der Teilnehmenden des Aktivseminars "Gemeinsam läuft es besser!"

Im Oktober 2018 hat FUSS e.V. ein Aktivseminar zur Vernetzung fußverkehrsfreundlicher Kommunen veranstaltet, an dem sich 27 Teilnehmende aus mehr als 20 deutschen Kommunen beteiligten. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um die Teilnehmenden dazu zu befragen, welche Themen im Handlungsleitfaden zu kurz gekommen sind und welche „Hilfestellung“ Kommunen hinsichtlich der Förderung des Fußverkehrs am dringendsten brauchen.

Zunächst einmal wurde der Handlungsleitfaden von vielen Teilnehmenden gelobt und dem FUSS e.V. für das umfassende Produkt gedankt. Es wurden darin aus Sicht der Teilnehmenden nur sehr wenige Themen nicht ausreichend oder gar nicht behandelt, darunter beispielsweise der Umgang mit den bei Einstieg in die Fußverkehrsförderung erzeugten Erwartungen, die Berücksichtigung neu hinzukommender Nutzungen und Nutzergruppen sowie eine Differenzierung zwischen Bestands- und Neubaugebieten.

Als Vorschläge, was Kommunen am dringendsten als fachliche Unterstützung benötigen, wurden u.a. genannt:

  • ein Musterantrag (im Gemeinderat) für eine kommunale Fußverkehrsstrategie,
  • Argumentationshilfen zur Sensibilisierung der Verwaltung und Zivilgesellschaft,
  • eine digitale Verschlagwortung und Bebilderung von Best-practice-Beispielen,
  • die regelmäßige Vergabe eines Preises, einer Urkunde oder eines Index' für die fußgänger- bzw. klimafreundlichste Maßnahme an eine Kommune sowie
  • eine kurze Zusammenfassung des Handlungsleitfadens für „Entscheider“.

Wir danken den Anwesenden des Seminars für die zahlreichen Hinweise.

 

Der Handlungsleitfaden in der Anwendungspraxis von FUSS e.V.

Seit April 2018 wird der Handlungsleitfaden auch schon in der Praxis angewendet, zumindest in unseren sieben neuen Modellstädten Coesfeld, Erlangen, Frankfurt (Oder), Göttingen, Halle (Saale), Mainz und Neustrelitz im Rahmen des Projekts Bausteine für Fußverkehrsstrategien. Dass die Broschüre thematisch noch nicht vollumfänglich ist, stellt das Projektteam immer wieder fest – aber das ist auch kein Wunder: jede Stadt ist individuell und muss dementsprechend mit ihren Eigenheiten betrachtet werden. Der Handlungsleitfaden beweist sich dennoch als guter, sehr themenreicher Ratgeber für die ersten und wichtigsten Schritte zur Entwicklung kommunaler Fußverkehrsstrategien.

 

Haben Sie noch Hinweise oder Kritik?

Sie haben eine andere Meinung oder weitere Hinweise zum Handlungsleitfaden? Dann aber los...
Ihre Meinung ist uns wichtig! Fehlen Ihnen Themen oder sind Themen im Handlungsleitfaden zu kurz gekommen? Falls ja, teilen Sie es uns mit, indem Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

 

Ansprechpersonen für das Projekt

Projektbetreuung: Patrick Riskowsky, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch: 030 / 492 74 73 (mo.-fr.)

Betreuung der Modellstadt Frankfurt (Oder): Bernd Herzog-Schlagk, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Kontakt zum FUSS e.V.

Kontakt für Medien (bitte sonst nicht): Roland Stimpel (Pressesprecher und Vorstandsmitglied), Tel. 0163 - 1833 508.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse am FUSS e.V. und freuen uns, dass Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten. Benutzen Sie dazu bitte unsere Kontakt-Möglichkeiten. Sie können sich auch direkt an unsere regionalen Kontaktpersonen und Ortsgruppen wenden.

Für Spenden wählen Sie bitte unsere unten angegebene Bankverbindung.

Besonders freuen wir uns natürlich, wenn Sie unserem Verein beitreten wollen. Benutzen Sie dann bitte das Mitglieds-Formular. Bitte schicken Sie uns bis dahin eine formlose Mails an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit den im Formular erfragten Angaben.). Genauere Informationen zu den Mitglieds- und Förder-Beiträgen entnehmen Sie bitte der Beitrags- und Erstattungs-Ordnung.

 

Telekommunikation

Telefon: 030 / 492 74 73 (ca. 8.00 - 15.00 Uhr, ansonsten Anrufbeantworter)

Fax: 030 / 492 79 72

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Brief- und Paketpost

FUSS e.V. - Bundesgeschäftsstelle

Exerzierstraße 20

13357 Berlin-Wedding

 

Besuch

Regel-Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 09 bis 15 Uhr (Besuch bitte nach Absprache)

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bhf. Osloer Str.: U8 und U9, Metro-Tram 13 und Tram 50, diverse Busse.

5 Minuten Fußweg: Richtung Jüdisches Krankenhaus, Heinz-Galinski-Straße bis zur nächsten Kreuzung, dann links in die Exerzierstraße

 

Bankverbindung

Offline / "klassisch"

FUSS e.V.

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Spenden sind steuerlich absetzbar.