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Wir freuen uns, dass Sie Interesse an der Förderung des Fußverkehrs haben. Sie erhalten auf dieser Seite Informationen über die Projekte des FUSS e.V. zu kommunalen Fußverkehrsstrategien:

Im Mai 2021 ist das bereits dritte Strategie-Projekt mit dem Titel „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ gestartet. Inhaltlich schließt es an die Projekte „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ (Laufzeit: April 2018 - März 2020) und „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ (2016 - 2018) an, führt diese aber mit Erprobung neuer Methoden und Module weiter. Unter anderem soll im Rahmen des Projekts ein Bündnis von Städten mit Fußverkehr als Qualitätsmerkmal aufgebaut und Kommunen die Wirksamkeit kleinteiliger Maßnahmen verdeutlicht werden. Zudem werden sogenannte „Quartiers-Geher*innen“ gesucht und angeleitet, die Qualitäten des Fußverkehrs in ihrem Stadtviertel wahrzunehmen und sich für den Fußverkehr vor Ort stark zu machen. Dabei wird eine eigens entwickelte App erprobt, die bei der Durchführung und Auswertung von Fußverkehrs-Checks unterstützen soll. Auch soll die Kommunalpolitik für das Thema Fußverkehr sensibilisiert und beispielsweise mit Vorlagen und Textbausteinen für Antragsstellungen im Gemeinderat unterstützt werden.

Weitere Informationen zum aktuellen Projekt "Gut gehen lassen" finden Sie hier.

 

Alle Informationen und Ergebnisse der gelaufenen Projekte erreichen Sie weiterhin über die vertikale Menüleiste am linken Rand und insbesondere unter dem Menüpunkt Projekte. Bisher veröffentlichte Produkte und Broschüren finden Sie nachfolgend im Download-Bereich oder direkt in unserem Online-Shop.

Weitere aktuelle Informationen folgen mit Beginn des neuen Projekts im Mai 2021 unter Aktuelles.

 


 

Informationen für Planende und Gehende

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. möchte Sie unterstützen durch Informationen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Produkte und Downloads

Broschüren der Fußverkehrsstrategie-Projekte

 

  • Alle Ergebnisse des Projekts "Bausteine für Fußverkehrsstrategien" finden Sie zusammengefasst im Abschlussbericht. Diesen können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

 


 

Aktuelles

Im Mai 2021 startete das Projekt „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“. Weitere Informationen zum neuen Projekt finden Sie hier.

Die Projekte „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ und „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ sind bereits abgeschlossen. Alle Informationen zu den durchgeführten Projektaktivitäten finden Sie über die Menüleiste am linken Rand. Wir halten Sie zudem fortlaufend auf den einzelnen Unterseiten der Modellstädte auf dem Laufenden.

Neuigkeiten des FUSS e.V. zum Fußverkehr sowie vom Bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongress (BUVKO) finden Sie auch in den sozialen Medien auf den Kanälen twitter.com/fussverkehr_de sowie facebook.com/fussverkehr.de und https://www.instagram.com/fussev_de/. Interessante Vorträge zum Thema Fußverkehr finden Sie außerdem auf unserem YouTube-Kanal.

 

Gut gehen lassen: Fünf Städte für besseren Fußverkehr

16.09.2021

Foto: Jacek Dylag / unsplash.com
Foto: Jacek Dylag / unsplash.com

Fünf Modellstädte wollen im Projekt „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ das Zufußgehen fördern. Braunschweig, Erfurt, Flensburg, Meißen und Wiesbaden werden in dem zweijährigen Vorhaben vom Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. bei der Entwicklung effizienter Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs unterstützt.

Bis Frühjahr 2023 laufen in den fünf Städten Fußverkehrs-Checks, Workshops, Aktionen auf der Straße und Begehungen mit der Kommunalpolitik, sogenannte „Parteiengespräche auf dem Gehweg“. Außerdem sollen ehrenamtliche „Quartiers-Geher:innen“ gefunden werden, die sich in ihrem Stadtteil für bessere Gehwege engagieren. Sie erhalten vom FUSS e.V. eine Schulung, können dann zum Beispiel Fußverkehrs-Checks durchführen sowie der Stadtverwaltung und Kommunalpolitik geeignete Maßnahmen und Argumente vorschlagen. Mehr

 

 


 

Ältere Meldungen

Städte entdecken das Gehen neu

31.03.2020

Fußgängerzone in Halle (Saale)

Immer mehr deutsche Städte entdecken das Gehen neu. Zwölf von ihnen haben sich in den letzten Jahren vom Fachverband für Fußverkehr FUSS e.V. strategisch beraten lassen; das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt haben das Projekt gefördert. Zum Abschluss des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ resümiert Projektkoordinator Patrick Riskowsky: „Nachdem Fußgängerinnen und Fußgänger hundert Jahre lang als Randfiguren betrachten wurden, rückt der stadtfreundliche, einfache, kostengünstige und umweltfreundliche Fußverkehr in vielen Städten wieder mehr in den Fokus.“ Mehr

 

 

 

 

Broschüre „Geh-rechtes Planen und Gestalten“ erschienen

Deckblatt der Broschüre Geh-rechtes Planen und Gestalten
Gestaltung: Neuwerk

Fußverkehrsplanung ist eine komplexe Disziplin, für die es zahlreiche rechtliche Vorgaben und Empfehlungen in vielen Regelwerken gibt. Im Arbeitsalltag ist es für Planer*innen in der Stadtverwaltung oder im Planungsbüro und erst recht für engagierte Bürger*innen nicht immer einfach, den Überblick im „Paragraphen-Dschungel“ zu bewahren oder bestimmte Vorgaben und Empfehlungen auf Anhieb zu finden.
Wir haben eine umfassende Sammlung an fußverkehrsrelevanten planungsrechtlichen Aspekten aus den betreffenden Regelwerken zusammengestellt. Diese Sammlung ist einzusehen auf www.geh-recht.de und auf dem aktuellen Stand.

Wem das zu umfangreich ist, die/der kann ab sofort zu unserer Broschüre „Geh-rechter Planen und Gestalten“ greifen. Hier geht es zum Download als PDF-Datei, hier zur Bestellung in unserem Online-Shop (gegen Versandgebühren; die Broschüre selbst ist kostenlos).

Die Broschüre bietet eine kompakte Sammlung wichtiger Aspekte zur Planung des Fußverkehrs – ausgewählt nach pragmatischen Gesichtspunkten. Anstatt in Richtlinien, Normen und Verordnungen, unübersichtlichen und überlangen Dokumenten oder auf Webseiten suchen zu müssen, kann dieses Heft als Arbeitsunterstützung und Lexikon der Fußverkehrsplanung genutzt werden. Sortiert nach Themenbereichen und praxisnahen Fragestellungen finden sich hier viele relevante Aspekte des Fußverkehrs.

 

Handlungsleitfaden evaluiert

Handlungsleitfaden
Neuwerk (Gestaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

Vor rund einem Jahr (Juli 2018) ist der Handlungsleitfaden "Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie" als Produkt aus dem Projekt Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien hervorgegangen und sogleich an alle Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnenden verschickt worden. In den Jahren 2016 bis 2018 waren insgesamt etwa 700 Menschen daran beteiligt, herauszufinden, wie eine strategische Förderung des Zufußgehens aussehen sollte und was deshalb in diesem Handlungsleitfaden zumindest auch als Thema benannt werden müsste. Dabei ging es nicht darum, ein völlig neues Konzept zu entwickeln, vielmehr soll der Handlungsleitfaden die vorhandenen Ansätze darlegen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.
Anfang 2019 haben wir ebenjene Kommunen mittels Fragebogen um ein Feedback zum Handlungsleitfaden gebeten. Wir wollten wissen, wie der Handlungsleitfaden ankommt: Welche Inhalte fehlen oder ist die Broschüre gar schon randvoll mit allem, was man zur kommunalen Fußverkehrsförderung wissen muss?

Die Ergebnisse der Evaluation finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Handlungsleitfaden sowie zum Download der Broschüre finden Sie unter dem Menüpunkt Handlungsleifaden.

 

 

Nachgefragt, nachgehakt - das Parteiengespräch in Halle (Saale)

Kunst auf dem Riebeckplatz in Halle (Saale)

Am 15. Mai 2019 veranstaltete FUSS e.V. ein Parteiengespräch auf dem Bürgersteig in Halle (Saale). Die kommunalpolitische Forderung, die Stadt stärker als eine fußgängerfreundliche Stadt zu entwickeln, stand dabei im Zentrum dieser Veranstaltung in Fortbewegung. Neben dem August-Bebel-Platz wurden auch das Paulusviertel (Goethestraße) und der Platz Am Steintor gemeinsam aufgesucht. Die jeweilige Situation wurde zunächst durch zwei Mitarbeiter des Fuss e.V. speziell aus der Perspektive der Fußgänger erörtert. Anschließend erhielten jeweils ein/e Vertreter/in der Parteien die Gelegenheit, ihre Position zur zukünftigen Förderung des Fußverkehrs darzulegen. Interessierte  Hallenserinnen und Hallensern hatten ebenso die Möglichkeit, Fragen zur Fußverkehrsförderung an die Stadtratskandidaten zu richten.

Das Protokoll zur Veranstaltung können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Alle Ergebnisse zu den Projektaktivitäten in Halle (Saale) finden Sie zum Nachlesen auf der Modellstadt-Seite für Halle (Saale).

Neustrelitz auf den (Fuß-)Weg gebracht

Marktplatz-Mitte Neustrelitz

Es ist geschafft - Neustrelitz erhält als erste von sieben Modellstädten des Projekts "Bausteine für Fußverkehrsstrategien" unsere Fußverkehrsstrategie-Urkunde und darf sich nun - wie Chemnitz, Eisenach, Jena, Marl und Rendsburg aus der vorangegangenen Projektperiode - zum Kreis der "vollwertigen" Fußverkehrsstrategie-Modellstädte zählen.
Am Donnerstag (31.01.2019) nahm Bauderzernent Karsten Rohde stolz die Urkunde entgegen und versprach, dass die Stadtverwaltung alle im Rahmen unserer Projektaktivitäten in Neustrelitz vorgeschlagenen Maßnahmen und Hinweise für die weitere Prüfung, Diskussion und Planung aufnehmen wird, wies jedoch daraufhin, dass nicht alle Maß­nahmen gleich prioritär behandelt werden können. Kleinere Maßnahmen mit eher geringem Kosten­aufwand möchte die Stadtverwaltung im Sinne der Verbesserung der Fußverkehrs-Infrastruktur relativ kurzfristig umsetzen, andere Maßnahmen bedürften hingegen einer Abstimmung mit weiteren Behörden (Verkehrsbehörde, Tiefbauamt, Ordnungsamt etc.) und ggf. einer fachlichen Variantenprüfung. Im Zuge der zeitnah anstehenden Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans besteht die Chance, dass die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung der Situation für den Fußverkehr Berücksichtigung finden, wovon Fußgänger/innen in Neustrelitz schon bald profitieren könnten. Als Maßnahmen mit höherer Priorität sollen zunächst solche entlang der stark frequentierten Wegerelationen zwischen dem Bahnhof / ZOB und dem Stadtzentrum (Fußgängerzone / Marktplatz) berücksichtigt werden. Wünschenwert ist beispielweise die Umwidmung des Marktplatzes in einen "verkehrsberuhigten Bereich", sodass anstatt der heutigen Dominanz des Kfz-Verkehrs bald ein respektvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer/innen mit gegenseitiger Rücksichtnahme im Sinne der schwächeren Verkehrsträger (Rad- und Fußverkehr) auf diesem wichtigen Platz des Stadt herrschen kann und dort signalisiert wird, dass in Neustrelitz gut und sicher zu Fuß gegangen werden kann.
Die wichtigsten Ergebnisse zum Nachlesen finden Sie im Abschlussprotokoll (PDF) sowie Ausführliches auf der Modellstadt-Seite für Neustrelitz.

FUSS e.V. checkt's - Die Check-Broschüre ist da!

Fußverkehrs-Check

Mit der aus Recherchen, Interviews und unseren Erfahrungen aus den Modellstädten unseres Projekts "Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien" zusammengestellten Broschüre möchten wir Kommunen und Bürger/innen ermuntern, selbstständig Fußverkehrs-Checks durchzuführen. Darin enthalten sind die wichtigsten Tipps zu Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Fußverkehrs-Checks sowie eine Übersicht über geeignete Check-Formate und Check-Listen. Auch für kommunale Mitarbeiter/innen, die bereits einen Fußverkehrs-Check in seiner/ihrer Kommune durchgeführt haben oder sogar bereits an einer Fußverkehrsstrategie arbeiten, gibt die Broschüre hilfreiche Hinweise zur konzeptionellen Einbindung von Fußverkehrs-Checks, denn ein Fußverkehrs-Check reicht in der Regel nicht aus! Gecheckt?

Die Broschüre gibt es als Download (PDF) und als Print-Version in unserem Online-Shop.
Die ausführlichen Texte und Informationen finden Sie weiterhin auf www.fussverkehrs-check.de.

Gemeinsam läuft es besser - Vernetzung fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Deutschland

FUSS e.V. präsentiert das potenzielle Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen.

Für alle fußverkehrsbewussten Kommunen, die nicht allein dastehen wollen, wenn es darum geht, den Fußverkehr in ihrer Stadt voranzubringen,veranstaltete FUSS e.V. am 10. Oktober 2018, also am Vortag des 2. Deutschen Fußverkehrskongresses, in Berlin ein Aktivseminar mit dem Motto „Gemeinsam läuft es besser!“. Dabei ging es darum, fußverkehrsinteressierten Städten erstmalig eine Gelegenheit zu bieten, andere Kommunen kennenzulernen, denen der Fußverkehr ebenso am Herzen liegt, damit sie fortan voneinander und miteinander lernen können. Zudem baten wir die Kommunen, uns ihre Wünsche und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Städte mitzuteilen, wozu im Vorfeld bereits auch eine deutschlandweite Umfrage stattgefunden hat.

Alle Ergebnisse der Vorab-Befragung sowie des Aktivseminars finden Sie unter dem Menüpunkt Vernetzung.

 


 

Ziele der Projekte

Mit diesen Projekten möchte der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. notwendige Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene sammeln und weiterentwickeln. Angestrebt wird eine möglichst zielgruppengenaue Erfassung und Analyse der Bedingungen und Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern über Umfragen, Fachinterviews sowie Fußverkehrs-Audits und Workshops in ausgesuchten Modellstädten. Ein daraus zu entwickelnder Handlungsleitfaden soll den Städten und Gemeinden durch die Bereitstellung von Praxis-Hinweisen, Erfahrungswerten und Entscheidungshilfen bei der Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie helfen.

 


 

Diese Projekte werden gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Logo BMUV           Logo UBA

 

 

 

 

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

www.bmuv.de

www.umweltbundesamt.de

 

 

Foto: Jacek Dylag / unsplash.com
Foto: Jacek Dylag / unsplash.com

Fünf Modellstädte wollen im Projekt „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ das Zufußgehen fördern. Braunschweig, Erfurt, Flensburg, Meißen und Wiesbaden werden in dem zweijährigen Vorhaben vom Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. bei der Entwicklung effizienter Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs unterstützt.

Bis Frühjahr 2023 laufen in den fünf Städten Fußverkehrs-Checks, Workshops, Aktionen auf der Straße und Begehungen mit der Kommunalpolitik, sogenannte „Parteiengespräche auf dem Gehweg“. Außerdem sollen ehrenamtliche „Quartiers-Geher:innen“ gefunden werden, die sich in ihrem Stadtteil für bessere Gehwege engagieren. Sie erhalten vom FUSS e.V. eine Schulung, können dann zum Beispiel Fußverkehrs-Checks durchführen sowie der Stadtverwaltung und Kommunalpolitik geeignete Maßnahmen und Argumente vorschlagen.

Das Projekt läuft über zwei Jahre und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und vom Umweltbundesamt gefördert. Zentrales Anliegen ist die stärkere Sensibilisierung der Stadtverwaltungen, der Kommunalpolitik und der Zivilgesellschaft für die Belange der Gehenden. Das Interesse war groß: 30 Städte hatten sich beworben.

FUSS e.V. will gemeinsam mit den Städten die Qualitäten des Fußverkehrs nutzen:

  • Klimaschonende Mobilität wird gefördert. 19 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als zwei Kilometer (Quelle: Mobilität in Deutschland); viele dieser Wege können auch zu Fuß zurückgelegt werden.
  • Gehen ist effizient: Mit wesentlich weniger Fläche und Geld als bei jedem anderen Verkehrsmittel können gute infrastrukturelle Bedingungen geschaffen werden.
  • Gehen ist sozial: Es kostet fast nichts, braucht weder Fahrschein noch Führerschein und kann von fast allen Menschen im Alter zwischen einem und über hundert Jahren praktiziert werden.
  • Gehen schont Umwelt, Stadt und Menschen: Es macht weder Lärm noch Abgase, es gefährdet selten andere Verkehrsteilnehmer:innen, braucht keinen Parkraum und keine Abstellflächen.
  • Fußverkehr belebt den Straßenraum, sorgt für mehr Sicherheit, soziale Interaktion und Kommunikation und fördert nicht zuletzt den Einzelhandel am Weg.
  • Gehen ist gesund, fördert die Vertrautheit mit der Umgebung und die Identifikation mit der Stadt.

Über den Projektverlauf und Termine in den einzelnen Städten können sich Interessierte informieren unter: www.fussverkehrsstrategie.de > Modellstädte

 

Kontakt zur Projektleitung:
Patrick Riskowsky (Projektleiter)
Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 030 492 74 73 (Mo.-Fr. 9-15 Uhr, mit AB)

 

Pressemitteilung von FUSS e.V.
Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 16.09.2021

 

Unter dem Titel „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ startet am 1. Mai 2021 das bereits dritte Projekt zu kommunalen Fußverkehrsstrategien. Inhaltlich wird es an die Projekte „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ (2018 - 2020) und „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ (2016 - 2018) anschließen, diese aber mit Erprobung neuer Methoden und Module weiterführen.

An dieser Stelle erhalten Sie Informationen zu folgenden Inhalten des Projekts:

Bei Fragen und Hinweisen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

 


 

Fußverkehr als Qualitätsmerkmal und kommunale Fachtagung

Im Oktober 2018 trafen sich im Rahmen des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen deutschen Kommunen in Berlin, um den Grundstein für ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte zu legen. Dieses Vorhaben soll mit dem neuen Projekt aufgegriffen und gefestigt werden. Ziel ist es, ein Bündnis von Städten mit Fußverkehr als Qualitätsmerkmal aufzubauen und Kommunen eine Plattform zu bieten, auf der sie sich mit anderen Kommunen deutschlandweit zu ihren Erfahrungen und ihren Erwartungen zur strategischen Förderung des Fußverkehrs austauschen können sowie durch den Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. Beratung, Informationen und Material zu beispielsweise Best-Practice-Beispielen für Fußverkehrsmaßnahmen erhalten. Hierzu möchte FUSS e.V. die Fußverkehrsfreundlichkeit und das Engagement für die Förderung des Fußverkehrs in deutschen Stadtverwaltungen beurteilen und durch eine Fachjury eine Sieger-Stadt küren lassen, die voraussichtlich im Herbst 2022 Gastgeberin für die erste rein kommunale Fachtagung zum Fußverkehr sein wird.

 


 

Betreuung von fünf Modellstädten

Mit dem Projekt sollen fünf Modellstädte gefunden werden, die sich vom FUSS e.V. bei der strategischen Förderung des Fußverkehrs beraten lassen möchten. Der Schwerpunkt liegt darin, Kommunen die Wirksamkeit kleinteiliger Maßnahmen zu verdeutlichen. Hierfür wird der FUSS e.V. im Laufe des Projekts eine Broschüre erstellen und veröffentlichen. Außerdem soll in jeder Modellstadt ein Maßnahmenprogramm für ein ausgewähltes Untersuchungsgebiet erarbeitet werden. Begleitend dazu werden in jeder Modellstadt von FUSS e.V. Gespräche mit der Stadtverwaltung, ein Fußverkehrs-Check, ein Workshop, eine Aktion im öffentlichen Straßenraum sowie ein Diskussionsgespräch beim Gehen mit Kommunalpolitiker/innen (ein sogenanntes „Parteiengespräch auf dem Gehweg“) angeboten. Der angedachte Zeitplan für die Zusammenarbeit mit den Modellstädten kann hier (pdf) eingesehen werden.

Insgesamt haben sich 30 Städte beim FUSS e.V. um die Teilnahme als Modellstadt im Rahmen des Projekts beworben.
Ausgewählt worden sind:

Weitere Informationen werden folgen.

Für Fragen wenden Sie sich gerne an das Projektteam.

 


 

Fachexkursion zu fußverkehrsfreundlichen und diskussionswürdigen Praxisbeispielen

Ambitionen, Städte umweltfreundlicher, schöner und fußverkehrsfreundlicher zu gestalten, gibt es seit den letzten Jahren erfreulich viele. Gute Beispiele für fußverkehrsfreundliche Lösungen existieren in Deutschland dagegen noch zu wenige – und einige davon sind vielen Stadtverwaltungen womöglich noch nicht bekannt.

Wie der Fußverkehr strategisch gut gefördert werden kann und welche Maßnahmen möglich sind, um mehr Sicherheit und attraktive Räume für zu Fuß Gehende herzustellen, kann in einzelnen Städten und Gemeinden beispielgebend angeschaut werden. FUSS e.V. lädt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommunaler Verwaltungen zur Teilnahme an einer Fachexkursion zu fußverkehrsfreundlichen und diskussionswürdigen Praxisbeispielen im westdeutschen Raum ein. Die Exkursion wird geleitet von Verkehrsplaner Dipl.-Ing. Arndt Schwab und Projektleiter Patrick Riskowsky.

Bitte beachten Sie: Der Termin der Fachexkursion wird verschoben, voraussichtlich auf Frühjahr 2022.


Das Programm sieht wie folgt aus:

Tag 1: NORDWESTEN

10:50 Uhr: Programmbeginn, Treffpunkt: Bohmte, Bahnhofsvorplatz (RE-Halt zwischen Bremen und Osnabrück),
Bohmte (Besichtigung „Shared Space“ Bremer Straße und Austausch)

14:30 Uhr: Duisburg (Besichtigung Opernplatz und Austausch)

16:45 Uhr: Hennef (Besichtigung Frankfurter Straße und Austausch)

18:45 Uhr: Brühl (Besichtigung „Stern“ und Austausch),
Anschließend: Diskussion und kurzes Resümee

19:40 Uhr: Programmende in Brühl, Bahnhof

Option I: Heimfahrt

Option II: Weiterfahrt nach Koblenz (im Preis enthalten, Ankunft: 20:42 Uhr),
Ausklang und Resümee,
Übernachtung (selbstorganisiert, eigene Bezahlung)

Tag 2: SÜDWESTEN

07:45 Uhr: Gemeinsame Weiter-/Hinfahrt ab Koblenz (für Teilnehmende von Tag 1 ist die Fahrt im Preis enthalten)

08:45 Uhr: Programmbeginn, Treffpunkt: Mainz, Bahnhofsplatz
Mainz (Besichtigung Große Langgasse / Umbach und Austausch)

Weitere Programm-Einstiegsmöglichkeit:

11:15 Uhr: Treffpunkt: Bensheim, Bahnhofsvorplatz (IC-Halt zwischen Frankfurt und Heidelberg)
Bensheim (Besichtigung Bahnhof-/Promenadenstraße und Austausch)

13:00 Uhr: Schwetzingen (Besichtigung Schlossplatz und Austausch)

15:15 Uhr: Speyer (Besichtigung Domplatz und Austausch),
Anschließend: Diskussion und kurzes Resümee

15:45 Uhr: Programmende am Domplatz in Speyer

Option I: Heimfahrt ab Speyer Hbf (25 min Fußweg oder Stadtbus)

Option II: eigene Besichtigung des Doms (UNESCO-Weltkulturerbe)

Option III: Nachprogramm: Weiterfahrt (im Preis enthalten) nach Bad Bergzabern (Besichtigung Ludwigsplatz und Austausch)
anschließend Ausklang und Resümee

18:13 Uhr: Heimfahrt ab Bad Bergzabern Bahnhof


Änderungen vorbehalten!

Anmeldung:

Eine Anmeldung ist derzeit nicht möglich.
Die Teilnehmendenzahl ist pro Tag auf 14 Personen begrenzt.
Wir vergeben die Plätze anhand der Anmeldereihenfolge und bitten darum, dass sich aufgrund der Teilnahmebegrenzung pro Kommune nur eine Person anmeldet.

Kosten:

Gesamt (2 Tage): 80,- Euro
Einzeln (1 Tag): 45,- Euro

Die Kosten umfassen nur die Fahrten zwischen den Exkursionsorten. BahnCard-Ermäßigungen sind nicht möglich (DB-Gruppentarif).
Ihre An- und Abreise sowie ggf. eine Übernachtung in Koblenz müssen Sie selbst organisieren und bezahlen (Hotelempfehlung und Kontingentreservierung in Vorbereitung). Für die eigene Verpflegung ist ebenfalls selbst zu sorgen.

Hinweise zu Corona:

Aufgrund der unsicheren Situation durch die Corona-Pandemie kann es möglicherweise zu Änderungen kommen. Es sind die zum Zeitpunkt der Exkursion jeweils vor Ort und in den Fahrzeugen geltenden Hygienebestimmungen einzuhalten. Sollten Sie an der Exkursion teilnehmen, informieren Sie sich dazu bitte kurz vorher noch einmal an dieser Stelle.

 


 

Anleitung von „Quartiers-Geher*innen“ und App-Erprobung

Den Fußverkehr in der gesamten Stadt sicher und attraktiv zu machen und die Infrastruktur flächendeckend instand zu halten stellt für Stadtverwaltungen eine Herausforderung dar. Umso besser ist es, wenn Stadtverwaltungen Unterstützung aus der Zivilgesellschaft erhalten. Im Rahmen des Projekts möchte FUSS e.V. daher Engagierte dazu anleiten, einen Fußverkehrs-Check in ihrem Quartier selbstständig durchzuführen und Missstände sowie Verbesserungsvorschläge fachlich korrekt vorzutragen.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes lässt FUSS e.V. derzeit eine App für Fußverkehrs-Checks entwickeln, die es künftig auch Nicht-Fachleuten und Interessierten ermöglichen soll, ganz einfach und selbstständig Fußverkehrs-Checks durchzuführen und damit Daten zu erheben, die für die Stadtverwaltungen sehr nützlich sein können. Auch fachlich angeleitete Gruppenbegehungen sollen mit der App durchführbar sein. Die Ergebnisse werden auf einer digitalen Karte dargestellt. Die Fertigstellung der App ist für Herbst 2021 geplant, sie soll anschließend im Rahmen des Projekts „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ erprobt werden.

 


 

Unterstützung für die Kommunalpolitik

Eine wichtige Rolle bei Beschlüssen zur Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten spielt die Kommunalpolitik. Um diese auf die Bedeutung des Themas Fußverkehr aufmerksam zu machen und sie dafür zu sensibilisieren, sollen Kommunalpolitiker/innen auf eine Begehung aus der Sicht von zu Fuß Gehenden mitgenommen werden, um an einzelnen Punkten in der Stadt über Verbesserungsmöglichkeiten für den Fußverkehr zu diskutieren. Damit einzelne Kommunalpolitiker/innen Verbesserungsvorschläge für den Fußverkehr fachgerecht, gut begründet und gezielt in ihren Gemeinderat einbringen können, will FUSS e.V. entsprechende Vorlagen mit Textbausteinen und Argumentationshilfen für Antragsstellungen erstellen.

 


 

Kontakt

Projektteam

M.Sc. Patrick Riskowsky
Projektleitung

Dipl.-Ing. Bertram Weisshaar
Moderation und Betreuung der Modellstädte

Dipl.-Ing. Arndt Schwab
Fachexkursion

Bei Fragen nehmen Sie Kontakt zu uns auf, per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder telefonisch: 030 / 492 74 73 (Mo.-Fr. ca. 9 - 15 Uhr)

 

Projektzeitraum: 1. Mai 2021 bis 30. April 2023

 


 

Förderer

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Logo BMUV           Logo UBA

 

 

 

 

Resümee zum Abschluss des Projekts "Bausteine für Fußverkehrsstrategien"

Fußgängerzone in Halle (Saale)

Immer mehr deutsche Städte entdecken das Gehen neu. Zwölf von ihnen haben sich in den letzten Jahren vom Fachverband für Fußverkehr FUSS e.V. strategisch beraten lassen; das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt haben das Projekt gefördert. Zum Abschluss des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ resümiert Projektkoordinator Patrick Riskowsky: „Nachdem Fußgängerinnen und Fußgänger hundert Jahre lang als Randfiguren betrachten wurden, rückt der stadtfreundliche, einfache, kostengünstige und umweltfreundliche Fußverkehr in vielen Städten wieder mehr in den Fokus.“

Riskowsky berichtet: „Besonders spannend waren die Fußverkehrs-Checks, die wir überall gemacht haben. Teilnehmende Verwaltungsmitarbeitende, Kommunalpolitikerinnen und -politiker und andere waren zwar schon vorher zu Fuß in ihrer Stadt unterwegs, hatten aber Stärken und Schwächen der Fußverkehrs-Infrastruktur noch nie systematisch betrachtet – von der idyllischen Wohnstraße bis zur fußgängerfeindlichen Großkreuzung.“

Es gibt Probleme, die in fast allen Städten auftraten: Das erste ist Gehwegparken zu Lasten der zu Fuß Gehenden, das zweite sind Konflikte mit dem Radverkehr. Häufige Themen sind auch Bus- und Tramhaltestellen, Barrierefreiheit und in Altstädten Konflikte mit dem Denkmalschutz, etwa in der Frage des richtigen Wegebelags. Auch fehlende Beleuchtung über Gehwegen und in Tunneln ist ein häufiges Problem, und ein weit verbreitetes Ärgernis sind Ampeln, an denen die Wartezeiten für den Fußverkehr zu lang sind und die Grünphasen zu kurz.

Aus den Analysen in den zwölf Städten leiten die Fußverkehrs-Experten Empfehlungen für alle deutschen Städte ab. Dazu Riskowsky: „Es sollte mehr verkehrsberuhigte Bereiche geben und an Straßenkreuzungen und anderen Stellen mehr Zebrastreifen, Mittelinseln und Gehweg-Nasen, mit denen Fahrbahnen verschmälert und Sichtbeziehungen zwischen Gehenden und Fahrenden verbessert werden.“ Eine wichtige Forderung von FUSS e.V.: Breite Wege machen das Gehen attraktiver und die Städte schöner. Parkende Autos gehören an den Fahrbahnrand, nicht auf die Gehwege.

Das Projekt und die entwickelten Broschüren sollen einen Beitrag dazu leisten, das Zufußgehen in Deutschland wieder attraktiver zu machen, auch damit das eigene Auto öfter stehen gelassen wird und die eigenen Füße gerade für kurze Wege bevorzugt werden.

 

Die zwölf Modellstädte waren in Phase 1 bis 2018 Chemnitz, Eisenach, Jena, Marl und Rendsburg, in Phase 2 bis 2020 Coesfeld, Erlangen, Frankfurt (Oder), Göttingen, Mainz, Halle (Saale) und Neustrelitz. Drei Kurzporträts und einige Fotos aus dem Projekt finden Sie zum Download im UMKEHR-FUSS-Online-Shop > kostenlose Downloads > Themen-Websites > Fußverkehrsstrategie. (Die dort bereitgestellten Fotos sind frei zur redaktionellen Verwendung mit Angabe der Quelle „FUSS e.V.“.)

Alle Informationen zum Projekt, Porträts der Modellstädte und Ergebnisprotokolle aller durchgeführten Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite: www.fussverkehrsstrategie.de

Aufgrund der Erfahrungen im Verlauf des Projektes mit den Problemen vor Ort hat FUSS e.V. den Stand der Technik bei Planungs- und Rechtsfragen zum Gehen für Expertinnen und Experten sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger aufbereitet. Die neue Broschüre von FUSS e.V. „Geh-rechtes Planen und Gestalten“ finden Sie als kostenlosen Download auf der Startseite www.fuss-ev.de > „Arbeitshilfe: Gesetze und Regeln zum Fußverkehr“.

 

Pressemitteilung von FUSS e.V.
Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 31. März 2020