MENU

Bayreuth liegt als Oberzentrum im ländlichen Raum Ost-Oberfrankens. Mit einer Einwohnerzahl von 73.259 (Stand 31.12.2016) bildet die Stadt Bayreuth einen Wohn- und Arbeitsschwerpunkt in der Region und ist zudem Sitz der Regierung von Oberfranken.

Im Jahr 2015 lag der Fußwegeanteil im Modal Split bei 20% für den Gesamtverkehr und 23% im Binnenverkehr.

Der Fußverkehr ist fester Bestandteil der integrierten Verkehrsplanung in der Stadt Bayreuth. Entsprechend dem im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) formulierten Ziel für eine ganzheitliche Fortentwicklung des Verkehrsentwicklungsplans wird hierbei verstärkt der Fokus auf Verbesserungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien mit Kindern und für nicht motorisierte Bewohner gelegt. Dementsprechend gilt es die besonders umwelt- und sozialverträglichen Mobilitätsarten, wie den Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV, zu stärken. Daher ist die Stadt Bayreuth auch Gründungsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK-Bayern)“. Ziel des Vereins ist die Förderung von Umweltschutz und Erziehung durch systematische Förderung der Nahmobilität und Verbesserung der Verkehrssicherheit bei der Teilnahme von Radfahrerinnen/Radfahrern und Fußgängerinnen/Fußgängern am allgemeinen Verkehr sowie die Erhöhung des Modal-Split-Anteils für den Rad- und Fußverkehr.

Für ihr bisheriges Engagement um Barrierefreiheit wurde der Stadt Bayreuth 2012 eine Anerkennung der 'Stiftung Lebendige Stadt' und des Bundesfamilienministeriums im Rahmen des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs 'Barrierefreie Stadt' ausgesprochen.

Zur Webseite der Stadt: www.bayreuth.de

Backnang ist eine Stadt in Baden-Württemberg, nordöstlich von Stuttgart, mit ca. 35.000 Einwohnern. Im Jahr 2001 wurde ein Fußwegeanteil von 30% am gesamten Binnenverkehr und 22% am Gesamtverkehrsaufkommen der Stadt Backnang verzeichnet.

Die Stadt „hat sich zum Ziel gesetzt, [trotz ihrer stark bewegten Topografie] den Anteil des Langsamverkehrs (Rad und Fuß) als Teil des Umweltverbunds sowohl unmittelbar (Infrastruktur, Straßenraumgestaltung) als auch durch städtebauliche Begleitmaßnahmen (kurze Wege, Innenentwicklung, kompakte Stadt etc.) zu fördern und seinen Anteil an der innerstädtischen Mobilität signifikant zu erhöhen.“

Bisher „wurde der Fußverkehr...weder in Verwaltung und Politik noch in der Wahrnehmung der Bevölkerung als eigenständiger Verkehrsträger mit spezifischen Infrastrukturanforderungen aufgefasst.“ Abgesehen von regelmäßig aktualisierten Schulwegplänen, „besteht [noch] kein separates flächendeckendes Konzept zum Fußverkehr. Im „aktuellen Verkehrsentwicklungsplan von 2002 bzw. 2006 wurde der Aspekt Fußverkehr lediglich skizziert.

Neben einem „Radinfrastrukturkonzept[es] sowie…Planungen für den Umbau des Bahnhofs zur Mobilitätsdrehscheibe“ sollen „die Grundzüge einer gesamtstädtischen Fußverkehrsstrategie“ „einen weiteren Baustein für die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungplans als Verkehrsträger übergreifende Mobilitätsstrategie“ darstellen.

Mit dieser Fortschreibung … erhofft sich die Stadt eine Sensibilisierung der Stadtgesellschaft für den Fußverkehr als eigenständigen Verkehrsträger“ und „ein besonderes Augenmerk auf [Verbesserungspotentiale] alltäglicher Fußwege der ortsansässigen Bevölkerung sowie von Einpendlern mit öffentlichen Verkehrsmitteln [zu] richten“.

Quelle:
Schreiben der Stadtverwaltung Backnang, Stadtplanungsamt, Volker Knödler vom 02.01.2017

Zur Webseite der Stadt: www.backnang.de

Auerbach/Vogtland ist eine Stadt in Sachsen, südlich von Chemnitz, mit einer Einwohnerzahl von ca. 20.000. Die Stadt ist daran interessiert „die Förderung des Fußverkehrs… weiter voranzubringen“. Zwar gibt es in der Kommune noch keinen „Masterplan Fußverkehr als festen Bestandteil einer integrierten Verkehrsplanung... Jedoch werden bei Infrastrukturmaßnahmen planerische Aspekte für den Fußgänger selbstverständlich gleichrangig berücksichtigt.“ Generell spielt „der Ausbau und Lückenschluss des vorhandenen Rad- und Gehwegnetzes...[im integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt Auerbach/Vogtland] eine große Rolle.“

Quelle:
Schreiben des Fachbereichsleiter für Bauwesen/Liegenschaften Patrick Zschiesche vom 11.08.2016

Zur Webseite der Stadt: www.stadt-auerbach.de

Die Stadt Altenburg im Osten Thüringens zählt ca. 32.000 Einwohner und hatte im Jahr 1992 im Modal-Split einen Fußwegeanteil von 19,6%.

Leider mangelt es der Stadt Altenburg noch an einer Fußgänger-Lobby sowie an der Wahrnehmung von Fußgängern als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Dies zeigt sich u.a. in der Beschlusslage des Verkehrsentwicklungsplans von 2016, in dem Fußgänger kaum Erwähnung finden. Gerade aus diesem Grund ist die Stadt Altenburg sehr daran interessiert auch „die fußläufige Erreichbarkeit und Erlebbarkeit in der Stadt insgesamt“ zu verbessern. Dies spielt insbesondere im Hinblick auf die schrumpfende und zunehmend ältere Bevölkerung in Altenburg eine wichtige Rolle und hat die Stadt auch dazu bewogen „am Audit ,Familienfreundliche Kommune` teilzunehmen“.

Wunsch der Stadt Altenburg ist es außerdem im Jahr 2024 eine Landesgartenschau auszurichten. Sollte die Stadt den Zuschlag dafür erhalten, werden mindestens 30.000 Besucher erwartet, die „vorzugsweise zu Fuß in der Stadt unterwegs sein werden“.

Quelle:
Schreiben der Bürgermeisterin Kristin Moos vom 22.09.2016

Zur Webseite der Stadt: www.altenburg.eu

Unterkategorien