Handlungsleitfaden
Neuwerk (Gestaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit)

An dieser Stelle möchten wir Sie informieren über die durchgeführte Evaluation des Handlungsleitfadens "Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie". Hierzu finden Sie die Ergebnisse

Einen Kurzbericht finden Sie auch in unserer Fachzeitschriftt "mobilogisch!", Ausgabe 3/19.

 

 

 

 

 

Umfrage bei den Kommunen mittels Fragebogen

Im Juli 2018 wurde der Handlungsleitfaden an alle Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohner*innen verschickt und eben jene Kommunen haben wir Anfang 2019 mittels Fragebogen um ein Feedback gebeten. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 101 Verwaltungsmitarbeiter*innen aus 98 deutschen Kommunen, darunter auch die Stadtstaaten Berlin und Bremen. Bei den Flächenbundesländern erhielten wir die meisten Rückmeldungen aus Nordrhein-Westfalen (30), Baden-Württemberg (12) und Bayern (10), wobei etwa die Hälfte aller Feedbacks aus kleineren Mittelstädten bis 50.000 Einwohnenden kamen. Mehr als zwei der Drittel der rückgesandten Fragebögen wurden von Mitarbeiter*innen der Fachbereiche für Stadt-/Verkehrsplanung, Stadt-/Verkehrsentwicklung, Bauen/Tiefbau, Umwelt, Klimaschutz oder ähnlichen Ämtern ausgefüllt, dreißig weitere von Personen mit einer leitenden Position (Abteilungsleiter*in oder Derzernent*in). Die Frauenqoute bei den Rückmeldungen liegt bei rund einem Drittel.

Frage 1: Kannten Sie das Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. bereits vor Erhalt der Broschüre?

Die Befragung ergab einen Bekanntheitsgrad des Projekts „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ bei den Verwaltungsmitarbeiter*innen vor Erhalt der Broschüre von etwa einem Drittel.

Frage 2: Wie relevant schätzen Sie das Thema „Kommunale Fußverkehrsstrategie“ für Ihre Kommune ein?

Fast zwei Drittel schätzten das Thema „Kommunale Fußverkehrsstrategie“ als relevant ein, weitere 23 sogar als äußerst relevant. Lediglich ein Prozent stellt die Sinnhaftigkeit in Frage. Das verdeutlicht, dass der Fußverkehr in der Planung von immer mehr Kommunen Berücksichtigung findet und teils als sehr wichtig erachtet wird.

Frage 3: Arbeiten Sie bereits an einer kommunalen Fußverkehrsstrategie?

Immerhin 29 Verwaltungsmitarbeiter*innen konnten diese Frage mit Ja beantworten. 13 von ihnen starteten mit einer kommunale Fußverkehrsstrategie sogar schon vor Erhalt des Handlungsleitfadens, fünf weitere begannen nach Erhalt der Broschüre und 15 sind gerade in der Planungsphase. Zwar hat sich der Großteil der Mitarbeiter*innen in den Städten (56 Prozent) noch nicht mit der Thematik beschäftigt, für knapp 52 Prozent klingt dies aber interessant. Vier Kommunen haben zu unserem Bedauern kein Interesse an der Entwicklung einer Fußverkehrsstrategie.

Frage 4: Wie beurteilen Sie die Broschüre hinsichtlich des Inhalts, der Gestaltung, des Aufbaus, der Verständlichkeit und der Orientierung an der Zielgruppe (kommunale Verwaltung)?

Die Benotung der Broschüre fällt mit gut (Notenschnitt von 1,9 bis 2,1) im Durchschnitt relativ positiv aus:

  • Gesamteindruck Inhalt: 1,9
  • Gesamteindruck Gestaltung: 1,9
  • Aufbau: 2,0
  • Verständlichkeit: 1,8
  • Orientierung: 2,1

Frage 5: Wie beurteilen Sie die Themenvielfalt des Handlungsleitfadens?

Auch die Themenvielfalt wird von etwa 84 Prozent der Befragten als genau richtig ausgewiesen.

  • „Sehr umfangreiche Themenvielfalt; alle wichtigen Themen sind kurz angeschnitten. Vieles lässt sich leider in einer kleinen Kommune nicht konkret umsetzen, auch weil finanzielle Ressourcen fehlen.“
  • „...sehr ausführlich behandelt und ein genauer Leitfaden für Kommunen. Top!“

Frage 6: Welche Themen haben Ihrer Meinung nach gefehlt oder wurden nur unzureichend behandelt? Haben Sie noch Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zum Inhalt oder der Gestaltung der Broschüre?

Im gleichen Zuge werden auch Verbesserungsvorschläge genannt. Dazu gehört eine genauere Erläuterung des Weges von der Fußverkehrsstrategie zum Fußverkehrskonzept und wie in übergeordneten Planungsebenen (z.B. VEP) der Fußverkehr eingebunden werden kann. Durch das Erarbeiten von Qualitätsstandards könnte mit wenig Aufwand die Nutzbarkeit von Fußverkehrsinfrastruktur analysiert werden. Auch das tiefer gehende Thematisieren der Barrierefreiheit wird gefordert. Mehrfach gewünscht wird eine Kürzung des Leitfadens bzw. ein separater Absatz mit Fokus auf konkrete Handlungs- und Planungsvorschläge.

  • „In einer Stadt-/Kommunalverwaltung hatten wir nicht die Zeit, 55 (!) Seiten Text zu lesen. Eine stichwortartige Darstellung wäre hilfreich mit Verweisen zu näheren Erläuterungen.“

Dazu gehören Datenblätter mit den wichtigsten Daten aus den Richtlinien sowie gesetzliche Grundlagen zur Einführung von Verkehrsberuhigten Bereichen.

  • „Datenblätter zu einzelnen Herausforderungen, z.B. Mindestbreiten, Mindestfreigabezeiten an LSA, Verhalten an Einmündungen / wer hat Vorrang?“ „Wünschenswert sind Grafiken/Zeichnungen von Musterlösungen...“
  • „Eventuell hätte man noch einen Absatz zu „technische Vorgaben“ bzgl. Breiten von Gehwegen o.Ä. hinzufügen können“

Insgesamt sind die am häufigsten genannten Themenbereiche:

  • Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten (10x genannt)
  • Bezug zu relevanten Regelwerken und Qualitätsstandards (8x genannt)
  • strategische Herangehensweise, z.B. Einbindung des Fußverkehrs in die übergeordnete Planungsebene oder der Weg von der Fußverkehrsstrategie zum Fußverkehrskonzept (4x genannt)
  • genauere Angaben bzgl. der Netzgestaltung (3x genannt)
  • Thema Barrierefreiheit vertiefen (2x genannt)
  • Verknüpfung von ÖPNV und Fußverkehr (2x genannt)
  • ganzheitliche Ansätze/Synergien (2x genannt)

Bezüglich des Layouts wird sich eine übersichtlichere Darstellung gewünscht mit weniger Fließtext.

  • „Die Seiten sind teils sehr voll mit Textblöcken, die nach gewisser Zeit das Lesen anstrengend machen. Ansonsten sehr ausführlich behandelt und ein genauer Leitfaden für Kommunen. Top!“
  • „Das Layout wirkt durch die verschiedenen Kästen und Fotos etwas unruhig. Eventuell lieber wenige gute Beispiele, aber diese ausführlicher dokumentieren.“

Frage 7: Was ist Ihre Meinung zur Herausgabe des Handlungsleitfadens?

Die Publikation der Handlungsempfehlung sieht die Mehrheit als längst überfällig (43 Prozent), gefolgt von genau richtig (34 Prozent). 5 Prozent erachtet die Broschüre als unnötig, da der Umsetzungswille in der Politik fehlt und es Bestandteil der kommunalen Verkehrsplanung sein sollte. 14 Prozent äußerten sich zu der Frage nicht.

Wir danken allen Kommunen, die an der Befragung teilgenommen haben.

 

Befragung der Teilnehmenden des Aktivseminars "Gemeinsam läuft es besser!"

Im Oktober 2018 hat FUSS e.V. ein Aktivseminar zur Vernetzung fußverkehrsfreundlicher Kommunen veranstaltet, an dem sich 27 Teilnehmende aus mehr als 20 deutschen Kommunen beteiligten. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um die Teilnehmenden dazu zu befragen, welche Themen im Handlungsleitfaden zu kurz gekommen sind und welche „Hilfestellung“ Kommunen hinsichtlich der Förderung des Fußverkehrs am dringendsten brauchen.

Zunächst einmal wurde der Handlungsleitfaden von vielen Teilnehmenden gelobt und dem FUSS e.V. für das umfassende Produkt gedankt. Es wurden darin aus Sicht der Teilnehmenden nur sehr wenige Themen nicht ausreichend oder gar nicht behandelt, darunter beispielsweise der Umgang mit den bei Einstieg in die Fußverkehrsförderung erzeugten Erwartungen, die Berücksichtigung neu hinzukommender Nutzungen und Nutzergruppen sowie eine Differenzierung zwischen Bestands- und Neubaugebieten.

Als Vorschläge, was Kommunen am dringendsten als fachliche Unterstützung benötigen, wurden u.a. genannt:

  • ein Musterantrag (im Gemeinderat) für eine kommunale Fußverkehrsstrategie,
  • Argumentationshilfen zur Sensibilisierung der Verwaltung und Zivilgesellschaft,
  • eine digitale Verschlagwortung und Bebilderung von Best-practice-Beispielen,
  • die regelmäßige Vergabe eines Preises, einer Urkunde oder eines Index' für die fußgänger- bzw. klimafreundlichste Maßnahme an eine Kommune sowie
  • eine kurze Zusammenfassung des Handlungsleitfadens für „Entscheider“.

Wir danken den Anwesenden des Seminars für die zahlreichen Hinweise.

 

Der Handlungsleitfaden in der Anwendungspraxis von FUSS e.V.

Seit April 2018 wird der Handlungsleitfaden auch schon in der Praxis angewendet, zumindest in unseren sieben neuen Modellstädten Coesfeld, Erlangen, Frankfurt (Oder), Göttingen, Halle (Saale), Mainz und Neustrelitz im Rahmen des Projekts Bausteine für Fußverkehrsstrategien. Dass die Broschüre thematisch noch nicht vollumfänglich ist, stellt das Projektteam immer wieder fest – aber das ist auch kein Wunder: jede Stadt ist individuell und muss dementsprechend mit ihren Eigenheiten betrachtet werden. Der Handlungsleitfaden beweist sich dennoch als guter, sehr themenreicher Ratgeber für die ersten und wichtigsten Schritte zur Entwicklung kommunaler Fußverkehrsstrategien.

 

Haben Sie noch Hinweise oder Kritik?

Sie haben eine andere Meinung oder weitere Hinweise zum Handlungsleitfaden? Dann aber los...
Ihre Meinung ist uns wichtig! Fehlen Ihnen Themen oder sind Themen im Handlungsleitfaden zu kurz gekommen? Falls ja, teilen Sie es uns mit, indem Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

 

 

Ansprechpersonen für das Projekt

Projektbetreuung: Patrick Riskowsky, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch: 030 / 492 74 73 (mo.-fr.)

Betreuung der Modellstadt Frankfurt (Oder): Bernd Herzog-Schlagk, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Kontakt zum FUSS e.V.

Kontakt für Medien (bitte sonst nicht): Roland Stimpel (Pressesprecher und Vorstandsmitglied), Tel. 0163 - 1833 508.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse am FUSS e.V. und freuen uns, dass Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten. Benutzen Sie dazu bitte unser Kontakt-Formular oder die anderen unten angegebenen Kontakt-Möglichkeiten. Sie können sich auch direkt an unsere regionalen Ansprechpartner wenden.

Für Spenden wählen Sie bitte unsere unten angegebene Bankverbindung.

Besonders freuen wir uns natürlich, wenn Sie unserem Verein beitreten wollen. Benutzen Sie dann bitte das Mitglieds-Formular. Bitte schicken Sie uns bis dahin eine formlose Mails an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit den im Formular erfragten Angaben.). Genauere Informationen zu den Mitglieds- und Förder-Beiträgen entnehmen Sie bitte der Beitrags- und Erstattungs-Ordnung.

 

Telekommunikation

Telefon: 030 / 492 74 73 (ca. 8.00 - 15.00 Uhr, ansonsten Anrufbeantworter)

Fax: 030 / 492 79 72

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Brief- und Paketpost

FUSS e.V. - Bundesgeschäftsstelle

Exerzierstraße 20

13357 Berlin-Wedding

 

Besuch

Regel-Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 09 bis 15 Uhr (Besuch bitte nach Absprache)

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bhf. Osloer Str.: U8 und U9, Metro-Tram 13 und Tram 50, diverse Busse.

5 Minuten Fußweg: Richtung Jüdisches Krankenhaus, Heinz-Galinski-Straße bis zur nächsten Kreuzung, dann links in die Exerzierstraße

 

Bankverbindung

Offline / "klassisch"

FUSS e.V.

Postbank Berlin

IBAN: DE 74 10 01 00 10 02 26 26 51 06 (oder zum Kopieren: DE74100100100226265106)

BIC: PBNKDEFF (nur bei Auslandsüberweisungen erforderlich, da die IBAN die bisherige Bankleitzahl enthält)

Geben Sie unter Verwendungszweck bitte Ihre Adresse an, damit wir Ihnen eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung zusenden können. Sie erhalten sie am Anfang des Folgejahres per Post, wenn Sie zusätzlich "sofort" eintragen natürlich auch sofort.

Spenden ohne zu zahlen

Gooding ist ein Internetportal, auf dem gemeinnützige Organisationen finanzielle Unterstützung durch den Einkauf bei Online-Shops erhalten können. Die Shops zahlen dann Einkaufsprämien an den gewünschten Verein. Für Sie fallen keine Extrakosten an.

Wie funktioniert es?

  • Gehen Sie zuerst zur Toolbar von Gooding
  • Dann klicken Sie auf den Button „Jetzt Toolbar installieren“
  • Klicken Sie dann auf den Button „Zu [Firefox] hinzufügen“

Sobald Sie jetzt einen von über 1.600 Gooding Partnershop besuchen, erscheint die Toolbar oben auf der Seite. Klicken Sie bitte vor dem Einkaufsstart auf "Prämien-Einkauf aktivieren". Ein grüner Haken zeigt Ihnen an, dass der Prämien-Einkauf erfolgreich aktiviert wurde.

Bei der ersten Benutzung der Toolbar können Sie sich einen Verein aussuchen. Wir empfehlen FUSS eV bei Gooding. Die Toolbar merkt sich den Verein. Sie können jederzeit durch einen Klick auf "ändern" einen neuen auswählen.

Wenn Sie bereits über boost-project Vereinen Einkaufsprämien zukommen lassen, können Sie auch FUSS eV bei boost unterstützen.

 

Online / Paypal

Sie erhalten am Ende des Zahlungsvorgangs mit PayPal eine Spendenquittung, die jedoch nicht zum Steuerabzug berechtigt. Wenn Sie eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung wünschen, dann drücken Sie während des Zahlungsvorgangs auf das Pluszeichen neben "Mitteilung an FUSS e.V." und geben bitte in das Feld "Spendenbescheinigung" und Ihre Anschrift ein. Sie erhalten die steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung dann am Anfang des Folgejahres per Post, wenn Sie zusätzlich "sofort" eingeben natürlich auch sofort.

 

Spenden sind steuerlich absetzbar.

 

 

 

 

 

 

 

Interessierte Kommunen an einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte in Deutschland

Im Rahmen des Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ wollen wir Kommunen in Deutschland dazu anregen, sich hinsichtlich einer strategischen Förderung des Fußverkehrs zu Vernetzen. Diese Seite bietet allen vernetzungsfreudigen Kommunen und Interessierten des Fußverkehrs eine erste Info-Plattform mit

 

 

 

 

Interessiert?

Sie haben auch Interesse an einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen und wollen dazu auf dem Laufenden gehalten werden? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

 

Im Rahmen des Projektes „Bausteine für Fußverkehrsanlagen“ wurden folgende

für die Modellstadt Frankfurt (Oder) verwendet.

Verwendete Quellen

  • Badstüber, Ernst: Brandenburg, DuMont Kunst-Reiseführter, DuMont Buchverlag, Köln, 3. Auflage 1995
  • Berger, Joachim: Mark Brandenburg – freiheitlich & rebellisch, Lese-Wander-Buch, Nord und Ost, Goebel Verlag, Berlin 1993
  • Deutsch-Polnische Tourist-Information (Hrsg.): KULTUR(VER)FÜHRER FRANKFURT (ODER)
  • Deutsch-Polnische Tourist-Information (Hrsg.): Spaziergänge durch Frankfurt & Slubice
  • Gorges, Hans-Jürgen, Europäische Wandervereinigung e.V. (Hrsg.): Wegweiser Auf Tour in Europa, Das Handbuch für die Europäischen Fernwanderwege, Deutscher Wanderverlag Dr. Mair & Schnabel & Co., Stuttgart 1999/2000
  • Goyke, Frank: Auf dem Jakobsweg durch Brandenburg, Band 2 Von Ost nach West, be.bra verlag GmbH, Berlin 2016
  • Halbach. Ingrid, Matthias Rambow, Horst Büttner und Peter Rätzel: Architekturführer DDR Bezirk Frankfurt (Oder), VEB Verlag für Bauwesen, 1. Auflage 1987
  • Kulturbüro Frankfurt (Oder) (Hrsg.): KUNST im öffentlichen Raum – STADT Zentrum Frankfurt (Oder), 2006
  • Kulturbüro Frankfurt (Oder) (Hrsg.): KUNST im öffentlichen Raum, Teil 2, STADT Stadt- und Ortsteile Frankfurt (Oder), 2015
  • Reschke, Manfred: Wanderungen durch Brandenburg, Trescher Verlag, 2. Auflage 2011
  • Schwerdtle, Dieter und Jörg Bader: Frankfurt (Oder) Stadtbild im Wandel, Wartberg Verlag, 1. Auflage 1993
  • Stadt Frankfurt (Oder), Der Oberbürgermeister (Hrsg.): Heinrich v. Kleist Route – Eine Entdeckungsreise quer durch Frankfurt (Oder) und Slubice
  • Stribrny, Wolfgang und Fritz Zäpke: Frankfurt/Oder Porträt einer Brückenstadt, Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn, 2. überarbeitete Auflage 1991. Diese Veröffentlichung ist zwiespältig, auf der einen Seite historisch informativ, auf der anderen Seite werden die Fehler und Greultaten der Sowjets und der Polen deutlicher benannt, als die der Deutschen Wehrmacht in den Jahren davor. Leider gibt es derzeit kaum andere zusammenfassende historische Abhandlungen über die Stadt.
  • Tourismusverein Frankfurt (Oder) e.V. (Hrsg.), Christine Hellert: Frankfurt! Stadtrundgang mit Stadtplan, Regia Verlag
  • Verein der Freunde und Förderer des Museums Viadrina Frankfurt (Oder) (Hrsg.): Frankfurt (Oder) Straßen, Wege und Plätze in ihrer historischen Entwicklung, Frankfurter Jahrbuch 2002, Verlag Die Furt, Jacobsdorf 2003

Verwendete Planungsunterlagen

  • Büro für Stadtplanung, -forschung und – erneuerung (PFE) (Auftragnehmer), Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Integriertes Stadtentwicklungskonzept Frankfurt (Oder) - INSEK 2014 bis 2025 -, 9. Mai 2014
  • Ingenieurbüro Lohmeyer Radebeul (Auftragnehmer), Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Land Brandenburg (Auftraggeber): Luftreinhalteplan Frankfurt (Oder), Abschlussbericht, 10. Dezember 2012
  • IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Mobilitätsplan Frankfurt (Oder) 2030+ - Analyse und Rahmenbedingungen der Entwicklung von Mobilität und Verkehr, Vorabzug, August 2017
  • IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Mobilitätsplan Frankfurt (Oder) 2030+ - Analyse und Rahmenbedingungen der Entwicklung von Mobilität und Verkehr, Vortrag Dipl.-Ing. Johannes Fischer vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Umwelt am 29. August 2018
  • IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder) (Auftraggeber): Mobilitätsplan Frankfurt (Oder) 2030+ - Leitbild und Ziele des Mobilitätsplans, Vorabzug, September 2017
  • Prof. Dr.-Ing. Gerd-Axel Ahrens, vip verkehrs und infrastrukturplanung der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“, Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr der Technischen Universität Dresden: Bericht zum Forschungsprojekt „Mobilität in Städten – SrV 2013“ in Frankfurt (Oder), Dresden, 2014
  • Stadt Verkehr Umwelt, Planungsbüro Dr.-Ing. Ditmar Hunger (Auftragnehmer), Stadt Frankfurt (Oder), Amt für Umweltschutz, Landwirtschaft und Forsten (Auftraggeber): Lärmaktionsplan Stadt Frankfurt (Oder), Fortschreibung 2013, Entwurf Abschlussbericht 29. Oktober 2013

Verwendete Karten

  • Stadtplan Frankfurt (Oder), Maßstab 1:20 000, 6. Auflage, Städte-Verlag
  • Frankfurt (Oder) Slubice, Stadtplan 1:20 000, Innenstadt 1:8 000, Blochplan, 2016
  • Stadtplan Frankfurt (Oder), Städte Verlag, 2. Auflage, Maßstab 1:20 000
  • Blochplan (Hrsg.): Plansammlung „Stadtgeschichte im Kartenbild, Frankfurt (Oder) von 1700 bis heute, 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage, Berlin 2017
  • Stadt Frankfurt (Oder), Der Oberbürgermeister: KLEISTonTOUR, Karte.
  • Stadt Frankfurt (Oder), Der Oberbürgermeister: Ortsteilroute von Frankfurt (Oder)
  • Kompass (Hrsg.): Südliches Märkisch Oderland, Wandern – Rad, 746, 1:50.000, Rum/Innsbruck 2011
  • Dr. Barthel Verlag (Hrsg.): Naturpark Schlaubetal, Frankfurt (Oder), Guben, Eisenhüttenstadt und Umgebung, Große Radwander- und Wanderkarte, 1:50.000, Borsdorf bei Leipzig, Laufzeit bis 2023
  • Verlag Pharus Plan, FUSS e.V. (Hrsg.), in www.wander-bahnhoefe-brandenburg.de und Reschke, Manfred: Wanderungen durch Brandenburg, Trescher Verlag, 2. Auflage 2011
  • Europe direct (EDIC) Stowarzyszenie, Gmin Polskich Euroregionu „Pro Europa Viadrina“ (Hrsg.): Euroregion PRO EUROPA VIADRINA – touristische Karte, 2014, 1:150 000
  • Arbeitsinitiative Letschin e.V. (Hrsg.), Pietruska Verlag & GEO-Datenbanken GmbH: Pilger-Wanderkarte: Jakobswege im deutsch-polnischen Grenzraum, 1:75.000, 2007-2013
  • Arbeitsinitiative Letschin e.V. (Hrsg.): Jakobswege im deutsch-polnischen Grenzraum
  • Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V. (Hrsg.): Jakobswege Brandenburg & Oderregion, 1. Frankfurt (Oder) – Bernau bei Berlin – Hennigsdorf, März 2016
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3552 Alt Zechdorf, Potsdam 2015
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3553 Lebus, Potsdam 2015
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3652 Jacobsdorf, Potsdam 2016
  • Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg LGB (Hrsg.): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3653 Frankfurt (Oder), Potsdam 2015

 

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(Foto: Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de)

An dieser Stelle wollen wir Sie darüber informieren, was sich Kommunen in Deutschland für ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte wünschen und welche Erwartungen sie daran knüpfen. Dazu stellen wir Ihnen

 

 

1. Ergebnisse aus der Vorab-Befragung

Im Mai 2018 wurde an alle deutschen Kommunen über 20.000 Einwohner/innen ein Fragebogen per Mail versendet, in dem wir die Wünsche und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte abgefragt haben. An der Umfrage haben insgesamt 92 Personen aus 87 Kommunen deutschlandweit teilgenommen. Bis auf die Stadtstaaten Hamburg und Bremen haben wir jeweils von mindestens einer Stadt aus jedem Bundesland eine Rückmeldung erhalten. Die meisten Rückmeldungen (etwa zwei Drittel) bekamen wir aus Großstädten (mehr als 100.000 Einwohner) und kleinen Mittelstädten (25.000 – 49.999 Einwohner). An der Befragung haben sich auch zehn der zwölf Modellstädte aus unseren Projekten “Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien” und “Bausteine für Fußverkehrsstrategien” beteiligt.

Von 92 an der Befragung teilgenommenen Personen gaben rund 71 % an, als Kommune bereits Mitglied in einem oder mehreren regionalen, länder- oder bundesweiten Netzwerken für nachhaltige Mobilität (z. B. Netzwerk für fahrradfreundliche Kommunen) zu sein. 25 % sind mit ihrer Kommune (noch) nicht Teil eines solchen Netzwerks und etwa vier Prozent ist nichts darüber bekannt.

So schätzen die Befragten folgende Aspekte hinsichtlich der Fußverkehrsförderung in Ihrer Kommune ein:

Ergebnisse der Bestandsumfrage in den Kommunen

Sowohl der Wissensstand als auch die Verfügbarkeit von literarischen Grundlagen und Kenntnisse zu den Richtlinien werden mit guter Schulnote beurteilt, während sich die Personalsituation sowie die Verfügbarkeit finanzieller Mittel im Durchschnitt am schlechtesten darstellen. Weitere Punkte wie die Durchführung von Projekten, die Aufmerksamkeit für das Thema Fußverkehr und die Zufriedenheit der Bevölkerung liegen im Mittelfeld der Beurteilung. Auch der Austausch mit Experten und anderen Kommunen wird von den Befragten durchschnittlich als befriedigend bewertet.

Aus folgenden Gründen würden Kommunen an einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte teilhaben:

Gründe zur Teilhabe an einem Netzwerk für fußverkehrsfreundliche Städte

Die meisten an der Befragung teilgenommenen Personen (rund 86 %) haben Interesse am Vorgehen anderer Kommunen und kaum weniger würden gerne von und mit anderen Kommunen lernen. Etwa drei Viertel wünschen sich einen allgemeinen Erfahrungsaustausch „auf Augenhöhe“, während auch 25 % ihre Erfahrungen an unerfahrene Kommunen weitergeben würden wollen.

 

 

Bei einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte wäre den Kommunen Folgendes wichtig:

Wünsche für ein Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Städte

Themenzentrierte Veranstaltungen und Seminare sind den meisten an der Befragung teilgenommenen Personen am wichtigsten (70 %), gefolgt von engagierten Teilnehmer/innen (57 %), einer hohen Vielfalt an Kommunen (39 %) und stattfindenden Fachexkursionen (32 %). Weniger wichtig sind ihnen gemeinsame Projekte und Aktionen sowie ein gemeinsames Internetportal (beides jeweils 23 %), regelmäßige Meetings (18 %) und eine gemeinsame Online-Chat-Plattform als auch die hohe Anzahl an teilnehmenden Kommunen (beides jeweils 15 %).

Die Kommunen erwarten folgende Vorteile aus einem Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen:

Vorteile eines Netzwerks für fußverkehrsfreundliche Städte

Hauptsächlich erhofft werden sich neue Ideen und erprobte Maßnahmen aus vergleichbaren Kommunen (88 %) und eine Steigerung des eigenen Erfahrungsschatzes/ Wissensgewinn im Bereich Fußverkehr (86 %). Weniger wichtig ist der Gewinn von mehr Sicherheit im Umgang mit der Förderung des Fußverkehrs (58 %), eine höhere bzw. positive mediale Aufmerksamkeit (38 %) und die Möglichkeit, jederzeit Fragen stellen zu können (35 %). Die Kommunen setzen kaum Erwartungen an ein besseres Image ihrer Kommune (24 %) oder eine Entlastung der Mitarbeiter/innen in ihrer Verwaltung (11 %).

Folgende Fragen würden die an der Befragung teilgenommenden Personen einer Kommune stellen, die bereits einen Erfahrungsschatz im Umgang mit der Förderung des Fußverkehrs hat:

(kleine Auswahl häufig gestellter Fragen)

Einstieg in die Fußverkehrsförderung / Vorgehensweise

  • Wie ist der Einstieg in das Thema erfolgt bzw. welcher war der erste Schritt (politischer Auftrag, Eigeninitiative der Verwaltung, Bürgerinitiative …)?
  • Welche Maßnahmen zur Fußverkehrsförderung und Sicherheit haben eine große Aussicht auf Erfolg?
  • Unter welchen Voraussetzungen kann man den Fußverkehr attraktiv gestalten?

Auswirkungen des Einstiegs in die Fußverkehrsförderung

  • Hat es etwas in der Realität gebracht (Rückgang Unfallquote, Vergrößerung Zufriedenheit, Einsparung, Qualität etc.)?
  • Wie kam das Projekt bei Bürgern+Politikern+Anwohnern an (z.B. wegen Wegfall von Parkplätzen, Akzeptanz der Situation vorher/nachher)?

Politik und Planung

  • Welche Möglichkeiten der finanziellen und personellen Förderung gibt es?
  • Wie ist Ihre personelle Situation und wie viel Prozent Ihrer Arbeitskapazität können Sie dem Fußverkehr widmen?
  • Wie kann der Fußverkehr besser in das Bewusstsein der Politik gerückt bzw. durchgesetzt werden?
  • Gibt es einen Fußverkehrsverantwortlichen, einen Beirat, Fußverkehrsbeauftragten o.Ä.?
  • Wie vermeidet man Konflikte mit dem Radverkehr?

2. Hinweise und Anregungen aus dem Aktivseminar

Teilnehmende pinnen ihre beschriebenen Kärtchen an die Moderationswand

Die Teilnehmenden haben vor der Diskussion in der großen Runde zunächst Zeit bekommen, erst einmal für sich in Ruhe die Wünsche und Erwartungen an ein bundesweites Netzwerk fußverkehrsfreundlicher Kommunen auf Moderationskarten zu schreiben, welche dann an einer Pinnwand zusammengetragen und thematisch geclustert worden sind. Dabei haben sich folgende fünf Themenbereiche herauskristallisiert:

  1. Erfahrungsaustausch
  2. Wissenstransfer und Argumentationshilfen
  3. Lobby
  4. Aufmerksamkeit / politisches Gewicht
  5. Netzwerk: Bund / Länder / Kommunen / Dt. Städtetag / Fußverkehrskongress

In der letzten Pause des Aktivseminars erhalten die Teilnehmenden je drei Klebepunkte zur Priorisierung der vorgebrachten Ideen, Vorschläge und Anmerkungen, was folgendes Ergebnis hervorbringt:

7 Punkte

  • Mobilitätskultur fördern

5 Punkte

  • Aktion wie „Stadtradeln“ oder „mit dem Rad zu Arbeit“ (entsprechend z.B. „Schritte zählen“)

4 Punkte

  • Wissenstransfer und Argumentationshilfen
  • Preis für Mobilitätskultur
  • Beispiele verschlagwortet
  • AG Umweltverbund mit Gliederungen Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr
  • Zusammenarbeit, z.B. mit Deutschem Städtetag, FGSV
  • Aufmerksamkeit / politisches Gewicht

3 Punkte

  • Gute lokale Beispiele
  • Behindertenverbände, Gesundheit, Wirtschaft, Einzelhandel etc. einbinden
  • Lobby

2 Punkte

  • Argumentationshilfen
  • Argumentative Unterstützung für „verrückte“ Ideen = Experimentierklausel
  • Politisches Gewicht erhöhen
  • Verknüpfung mit dem Fußverkehrskongress

1 Punkt

  • E-Mail-Verteiler
  • Verbindung Öffentlicher Verkehr – Fußverkehr betonen
  • AGFS als Mitglieder mit einbinden
  • Einbindung, z.B. Deutschen Städtetag, deutsche Städte und Gemeinden, FGSV, Arbeitskreis Fußverkehr
  • Erfahrungsaustausch
  • Best-Practice-Beispiele aus einzelnen Kommunen im Netzwerk verteilen

 

Diskussionsrunde

Teilnehmende diskutieren über Themen der Fußverkehrsförderung

Im Seminar gibt es schließlich im Rahmen einer Diskussionsrunde konkrete Hinweise und in den Raum gestellte Grundsatzfragen bezüglich eines bundesweiten Netzwerks fußverkehrsfreundlicher Städte. Zunächst einmal sind sich die Teilnehmenden einig, dass das Zufußgehen eine bislang unterschätzte „Schlüsselmobilität“ sei, zumal Gehen auch das Knüpfen sozialer Kontakte fördere und es eine „neue“ Mobilitätskultur in Deutschland geben sollte. Die entscheidende Frage lautet aber: Welche Akteure sollten nun eigentlich Mitglied in einem bundesweiten Netzwerk für Fußverkehr werden bzw. braucht es neben den Kommunen noch weitere Akteure?

Der Hinweis eines Teilnehmenden besagt, dass in jedem Fall keine unnötigen Doppelstrukturen zu beispielsweise bereits bestehenden Arbeitsgemeinschaften Radverkehr (auf Landesebene) aufgebaut werden sollten, da dies möglicherweise eine nicht gewollte Konkurrenzbetrachtung unter den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern suggeriert. Daher wird vorschlagen, auch Arbeitsgemeinschaften Fahrradfreundliche Kommunen mit in das Netzwerk einzubeziehen. Vielmehr solle aber der Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖPNV) im Ganzen berücksichtigt bleiben sollte, beispielsweise mittels einer AG Umweltverbund. Darüber hinaus sollte auch die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) angesprochen werden, wobei es in der Regel immer hilfreich sei, Forschungs- und Bildungseinrichtungen hinzuzuziehen. Weitere Ideen der Teilnehmenden sind die Einbindung des Deutschen Städtetags, die Hierarchierisierung einer AG Umweltverbund in mehrere Unterarbeitsgruppen sowie das Ansprechen weiterer Lobbyverbände aus den Bereichen Wirtschaft, Einzelhandel, Gesundheit als auch die der Behinderten und Senioren. Alles in allem sei der Fußverkehr eine Querschnittsaufgabe, zu der viele verschiedene Akteure einzubeziehen sind, was den Kreis der potenziellen Mitglieder eines Netzwerks Fußverkehr Deutschland um ein vielfaches erhöhe. Eine abschließende Beantwortung der Mitgliederfrage bleibt somit bis zum Ende des Seminars aus.

Bezüglich der Wünsche für ein Netzwerk äußerten die Teilnehmenden als Ideen beispielsweise

  • das Anlegen eines klassischen Mail-Verteilers, ggf. ergänzt um eine Koordinierungsstelle, um effektiver zwischen Fragendem und Wissendem vermitteln zu können,
  • die Organisation einer Diskussionsveranstaltung, bei der zwei gegensätzlich positionierte Podiumsredner/innen gegeneinander antreten,
  • die Durchführung von gemeinsamen Aktionen entsprechend des Stadtradelns bei der Radverkehrsförderung,
  • die Verleihung eines speziellen Preises „Mobilitätskultur“ an Kommunen,
  • einen stärkeren fachlichen und wissenschaftlichen Beistand in Form von Argumentationshilfen für die Kommunen,
  • die digitale Bereitstellung von Best-practice-Beispielen aus der Fußverkehrsförderung sowie
  • die stärkere Verschlagwortung der von FUSS e.V. auf dessen Website www.fuss-ev.de zur Verfügung gestellten fachlichen Themen im Bereich des Fußverkehrs sowie der bisher erschienenen Berichte aus der verbandseigenen Fachzeitschrift „mobilogisch!“.

Letztendlich sei das regelmäßige Zusammenkommen der Netzwerk-Mitglieder für eine face-to-face-Kommunikation sehr wichtig – und das nicht nur an einem einzigen festgesetzten Ort, sondern mit wechselnden Ausrichterstädten.