Die Stadt Lindau am Bodensee liegt im südwestlichen Bayern, im RegierungsbezirkSchwaben und zählt ca. 25.000 Einwohner. Im Modal-Split hat Lindau im Jahr 2015 einen Fußwegeanteil von 18%. Lindau ist eine Stadt der kurzen Wege. Der Fußverkehr stellt einen wichtigen und wachsenden Anteil am Verkehrsaufkommen dar. Gerade aufgrund der abwechslungsreichen und interessanten Topografie ist Lindau für die strategische Weiterentwicklung des Fußverkehrs gut geeignet.

Das „Klimafreundliche Lindauer Mobilitätskonzept (KLiMo)“ hat die optimale Vernetzung aller Mobilitätsarten, die Erreichbarkeit und Verkehrssicherheit, die Verbesserung der Umweltqualität sowie die Stärkung des Umweltverbundes zum Ziel. Ergebnis dieses Mobilitätskonzeptes ist ein Maßnahmenkatalog mit über 40 Maßnahmen, einige mit direkter Förderung des Fußverkehrs, z.B. ein „barrierefreier Umbau kritischer Querungen“, die „Optimierung und Ausweitung der Fußwegweisung“ sowie die „Ausweisung möglicher touristischer Rundwege“.

Quelle:
Schreiben der Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau vom 25.08.2016, Fachbereich Mobilitätsplanung, Hr. Jaime José Valdés Valverde

Zur Webseite der Stadt: www.lindau.de

Zum Mobilitätskonzept über die Garten- und Tiefbaubetriebe: www.gtl-lindau.de/index.php/mobilitaet

Die Stadt Leipzig war bei der Bewerbung zur Modellstadt im Rahmen des Projektes „Handlungsleifaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“ leider bei 34 Mitbewerbern 2016/17 unterlegen (vgl. Übersichtskarte). Dies bedeutet aber keinesfalls, dass es in dieser Stadt keine Herausforderungen hinsichtlich der Projekt-Zielvorstellungen, keine Ansätze für deren Lösung und kein Potential zur strategischen Förderung des Fußverkehrs gibt. Ganz im Gegenteil. Sie erhalten folgende Informationen:

Kurzvorstellung der Stadt Leipzig

Stadtteil Stötteritz (FUSS e.V., Bernd Herzog-Schlagk)

Die Stadt Leipzig in Sachsen hat ca. 585.000 Einwohner und hatte im Jahr 2015 einen Fußwegeanteil von 25,4% im Modal-Split.

„1997 wurde [hier] erstmals ein Fußverkehrskonzept auf Grundlage der seit 1992 gültigen verkehrspolitischen Leitlinien entwickelt“, welches in den nächsten Jahren fortgeschrieben werden soll. Im Stadtentwicklungsplan Verkehr und öffentlicher Raum (2003, fortgeschrieben 2015) wurden „wichtige Festlegungen und Weichenstellungen für den Fußverkehr getroffen... [und] im Rahmen der Fortschreibung ein Fachgutachten zum Fußverkehr erarbeitet, welches die wesentlichen Schwachpunkte... und Zielstellungen...beschreibt.“

2008 wurde das Verkehrskonzept autoarme Innenstadt von 1993 zuletzt fortgeschrieben. Damit haben sich Fußgängerbereiche innerhalb des Promenadenrings seit Beginn der 90er Jahre nahezu verdoppelt.

Dennoch „gibt es in Leipzig Beispiele, bei denen letztendlich aus finanziellen Gründen die Anlagen des Fußverkehrs bei der Aufteilung des Verkehrsraumes nicht in dem wünschenswerten Umfang berücksichtigt werden konnten.“ Damit die Belange des Fußverkehrs besser umgesetzt werden können, wird ab Oktober 2017 die Stelle eines Fußverkehrsverantwortlichen eingerichtet.

Zudem hat sich die Stadt Leipzig als Modellstadt “Aktive Mobilität in städtischen Quartieren“ (ExWoSt) des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Umweltbundesamtes (UBA) beworben und als eine von vier Modellstädten den Zuschlag bekommen. Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Teil der Projekt-„Familie“ zur Förderung des Fußverkehrs, der mit den anderen Teilprojekten „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“ des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. und „Fußverkehrsstrategie auf Bundesebene“ des Deutschen Instituts für Urbanistik Difu eng vernetzt zusammen arbeitet.

Quelle:
Schreiben des Amtsleiters des Verkehrs- und Tiefbauamtes Leipzig, i.A. Dipl. Ing. M. Jana vom 26.08.2016

Zur Webseite der Stadt: www.leipzig.de

In der KielRegion in Schleswig-Holstein leben ca. 640.000 Menschen. Wie man anhand des Model-Split erkennen kann, bewegen sich diese Menschen auf unterschiedlichem Wege im Raum. Während in der Landeshauptstadt Kiel der Fußwegeanteil bei 30% liegt, beträgt dieser „[i]n den Mittelzentren Rendsburg, Eckernförde und Plön“ rund 24% und „[i]n den Gemeinden im Kieler Umland [sowie]...im übrigen Umland 19% bzw. 20%... Dies hat...[u.a.] mit den Versorgungsstrukturen und den damit in der Regel längeren Wegen zu tun....[sowie] auch [mit] fehlende[n] fachliche[n] Kapazitäten.“

„Besonders in den ländlichen Gemeinden und den Mittelzentren“ muss sich, im Gegensatz zum Radverkehr, „das Verständnis für die Bedeutung des Fußverkehrs“ erst entwickeln, wobei das Thema Barrierefreiheit und somit auch der Fußverkehr auch hier in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen.

„In Kiel ist der Fußverkehr [, insbesondere das Thema Kindermobilität] fester Bestandteil des Verkehrsentwicklungsplanes von 2008.“ Die Stadt hat ein flächendeckendes Fußwegenetz mit Handlungsschwerpunkten sowie „Standards für Fußwege und Kinderwege“ als „allgemein gültige...Zielvorgabe bei den Bemühungen um die Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs“ entwickelt. „[Außerdem gibt es] seit 15 Jahren...einen Arbeitskreis Fußverkehr, der jährlich eine Mängeltour...in den verschiedenen Stadtteilen durchführt.“

Im Tourismusbereich „entstehen Kooperationen mit AktivRegionen (LEADER) und Tourismusverbänden“, um „im Bereich Fußverkehr mit touristischen Leitsystemen, die Sehenswürdigkeiten oder Wanderrouten aus[zu]weisen“.

„In der KielRegion wird derzeit ein Masterplan Mobilität erarbeitet[, der] … der Entwicklung von Mobilitätslösungen... für Städte und Gemeinden im ländlichen Raum [der gesamten Region] sowie für die Landeshauptstadt Kiel dient... [und] im Regionalen Entwicklungskonzept (REK) der KielRegion als Leitprojekt [definiert wurde].“ Hier sollen die Themen Nahmobilität und Fußverkehr strategisch verankert werden.

Dieser Masterplan „wird als Klimaschutzteilkonzept 'Mobilität in Kommunen' durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.“

Im Sommer 2017 soll ein umsetzungsorientiertes Handlungskonzept vorliegen, das von den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde, der Landeshauptstadt Kiel und der NAH.SH (Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein) als Projektpartner und von der IHK zu Kiel sowie dem Land Schleswig-Holstein unterstützt wird.

Angelehnt an dem Konzept der Fußwegeachsen in Kiel soll „ein praxisnaher Leitfaden zur Förderung des Fußverkehrs...den Kommunen in der Region eine Grundlage für die Erarbeitung von Fußverkehrsstrategien aber auch für konkrete Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs bieten.“

Die Stadt Kiel hat sich zudem als Modellstadt “Aktive Mobilität in städtischen Quartieren“ (ExWoSt) des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Umweltbundesamtes (UBA) beworben und den Zuschlag bekommen. Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Teil der Projekt-„Familie“ zur Förderung des Fußverkehrs, der mit den anderen Teilprojekten „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“ des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. und „Fußverkehrsstrategie auf Bundesebene“ des Deutschen Instituts für Urbanistik Difu eng vernetzt zusammen arbeitet.

Die Landeshauptstadt Kiel hat sich bereit erklärt,„als Modellstadt für den fachlichen Austausch zur Verfügung zu stehen und so ihr `Knowhow´ im Bereich der Fußverkehrsförderung mit Partnern in der Region zu teilen“. In diesem Sinne hat sie für die Aktivitäten im Rahmen des Projektes „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“ zugunsten der Stadt Rendsburg verzichtet, wird aber zusätzlich eine Vernetzungsveranstaltung der Fußverkehrsaktivitäten in der Region voraussichtlich Ende 2017 durchführen.

Quelle:
Schreiben der KielRegion GmbH, Janet Sönnichsen vom 29.09.2016

Zur Webseite der Stadt: www.kiel.de

Wir freuen uns, dass Jena zur Modellstadt des Projektes „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“ ausgewählt wurde und bieten hiermit erste Informationen zur Stadt:

sowie zu den durchgeführten und geplanten Projektaktivitäten:

Das Projekt bezieht sich in seiner Zielsetzung auf den noch gültigen Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahre 2002 (1) und verfolgt als Teilziel, die Aspekte des Zu-Fuß-Gehens in diesem Sinne zu konkretisieren. Es möchte sich einbringen in die laufende Diskussion zur Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes (2) und zu den Leitlinien der zukünftigen Mobilität in Jena, die zurzeit erst im Entwurf vorliegen.(3)

Kurzvorstellung der Stadt Jena

FUSS e.V., Herzog-Schlagk

Die Stadt führt den Untertitel „Lichtstadt“ und liegt im „Grünen Herzen“ Deutschlands im landschaftlich reizvollen Saaletal in Thüringen. Sie hat derzeit mit ihren 34 Ortsteilen insgesamt 107.000 Einwohnerinnen und Einwohner, mit einem steigenden Trend. Auffallend ist, dass insbesondere die Zahl der über 75-jährigen Menschen bis 2030 um ein Drittel ansteigt und sich die Zahl der über 85-Jährigen sogar verdoppeln wird. Und dennoch ist Jena eine junge Stadt: An der ältesten Universität, der Friedrich-Schiller-Universität, sind derzeit 18.400 Studenten eingeschrieben, dazu kommen 4.700 Studenten der Ernst-Abbe-Hochschule. Darüber hinaus beherbergt die Stadt z.B. mit der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Leibniz-Gemeinschaft zahlreiche Institute und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Jena ist durch die Bundesstraßen B7 und B88 an das überregionale Straßennetz angeschlossen; die Trassen sind allerdings gleichzeitig eine Herausforderung für die Wegeführungen der anderen Verkehrsarten im Stadtbereich. Für die etwa 25.000 Ein- und10.000 Auspendler werden in Zukunft noch bessere Verbindungen im Schienenpersonennahverkehr über die vier innerstädtischen Haltepunkte durch den Ersatz der IC/ICE- durch RE-Anbindungen entstehen. Das Liniennetz des städtischen Verkehrsunternehmens ist mit 5 Straßenbahn- und 11 Buslinien hervorragend ausgebaut (Modalsplit 2013: 19 % ÖPV). In Jena treffen fünf Fernradwege aufeinander, denen in den vergangenen Jahre besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde (Modalsplit 2013: 9 % Fahrrad). Die Anbindung der regionalen Wanderwege wurde in den bisherigen Konzeptionen nicht besonders hervorgehoben, es wurden allerdings in den vergangenen Jahren vor allem entlang der Saale mehrere Fußwege umgestaltet und so attraktive Aufenthaltsbereiche geschaffen.

Mobilitäts-Konzepte für Jena

FUSS e.V., Herzog-Schlagk

„Die Stadt Jena verfügt über umfassende Strategien und Konzepte zur Stadtentwicklung und -gestaltung, zur Verkehrsentwicklung sowie zu Umweltfragen. Inhalt all dieser Planungen ist die Verbesserung der Lebensbedingungen durch die Förderung umweltfreundlicher Mobilität. Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) 1993 räumte dem Fußverkehr im Zielkonzept zwar eine hohe Bedeutung ein, es erfolgte jedoch auf dieser Bearbeitungsebene keine detaillierte Behandlung. Auch der VEP 2002 geht über eine auf das innerstädtische Bundesstraßennetz beschränkte Mängelanalyse (fehlende Fußwege) nicht hinaus…(1). Eine detaillierte, auf die Belange des Fußverkehrs bezogene Untersuchung können auf Grund der Themensetzung auch [die Stadtentwicklungskonzepte Nord, Ost und West/Zentrum sowie in den städtebaulichen Rahmenplänen Lobeda und Winzerla] nicht umfassend leisten.“ Jena verfügt „über kein geschlossenes Fußgängerkonzept.“(4)

Die Leitlinien für die zukünftige Mobilität in Jena, die zurzeit erst im Entwurf vorliegen,(3) beinhalten für den Fußverkehr konzeptionellen Handlungsbedarf und zeigen im Wesentlichen bereits die Kernbereiche für Struktur- und Service-Maßnahmen auf. Zu nennen sind hier insbesondere

  • die „Verminderung der Trennwirkung durch Infrastruktur im Stadtraum“,
  • eine „städtebaulich verträgliche und umfeldgerechte Gestaltung von Hauptverkehrsstraßen…“,
  • die „Ermöglichung einer eigenständigen, sicheren, barrierefreien und kostengünstigen Mobilität für alle“,
  • eine „systematische Förderung der Nahmobilität durch Schaffung eines zusammenhängenden Netzes von sicheren, umweg- und wartezeitarmen, komfortablen und barrrierefreien Wegen im Fuß- und Radverkehr unter besonderer Berücksichtigung der Überquerbarkeit von Straßen, Schienenwegen und naturräumlich bedingten Zäsuren“,
  • eine „flächenhaft wirksame Priorisierung des Fußverkehrs in der Innenstadt…“, etc. (5)

Im Abschnitt „Strategien zur Mobilitätsentwicklung“ wird festgestellt: „Der Fußverkehr ist die wichtigste Verkehrsart in Jena, wenn man dessen Wegeanteil am Modalsplit betrachtet. Die Bedingungen im Fußverkehr sind allerdings derzeit in vielen Bereichen wenig förderlich. Verbesserungswürdig sind insbesondere die Nutzbarkeit von straßenbegleitenden Gehwegen und die Überquerbarkeit von stark befahrenen Straßen […] die Verkürzung von Wartezeiten an Signalanlagen sowie der Ersatz bzw. die Ergänzung von beschwerlichen, von Mobilitätsbeeinträchtigten kaum nutzbaren und teilweise sozial unsichere Unter- und Überführungen durch ebenerdige Querungsstellen…“(6)

Bereits seit längerem engagiert sich Jena für eine möglichst umweltfreundliche Abwicklung des Verkehrs. So konnte die Stadt wiederholt den European Energy Award in Gold erlangen (7), nahm am Wettbewerb „Emissionsfreie Mobilität in den Kommunen“ teil (8) und führte eine eigene Kampagne für umweltfreundliche Mobilität „Schritt für Schritt“ durch (9), die 2011 mit einem Anerkennungspreis des Thüringer Umweltministeriums gewürdigt wurde. 2014 wurde „eine Online-Befragung durchgeführt, in der auch spezielle fußverkehrsrelevante Fragestellungen enthalten waren. Zusammen mit den Ergebnissen eines durch den VCD Jena durchgeführten `Ampeltestes`(2016) des FUSS e.V. sowie der Verkehrsunfallstatistik Jena wurden in einem ersten Schritt zunächst die bestehenden Mängel erfasst…. Vor allem entlang der Saale wurden in den vergangenen Jahren mehrere Fußwege umgestaltet und so attraktive Aufenthaltsbereiche geschaffen.“

Die Stadtverwaltung möchte den vergleichbar hohen Anteil des Fußverkehrs am Modalsplit (2013: 38%) erhalten und ausbauen. Die strategische Förderung des Fußverkehrs kann noch gesteigert werden. Allerdings gibt es in der Stadt eine wachsende Kritik an der Zurückdrängung des motorisierten Individualverkehrs MIV (Modalsplit 2013: 34 %).(4) So wird in Jena auch der externe Impuls von FUSS e.V. zur Stärkung des Problem­bewusstseins hoch bewertet um die Überwindung einer eher autoorientierten Grundstimmung zu unterstützen.

Projekt-Konzept für die Stadt Jena

FUSS e.V., Herzog-Schlagk

Inhaltliche Schwerpunkte des Fußverkehrschecks in der Stadt Jena sollen nach der ersten Gesprächsrunde (PDF) im Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt (Fachdienst Stadtumbau und Infrastruktur) am 19. Januar 2017

  • die Gegebenheit für Fußgängerinnen und Fußgänger in der Achse entlang der Wegeführung an der Saale östlich der Bahnlinie und der stark befahrenen Straßenverbindung westlich der Bahnlinie sowie
  • die fußverkehrsrelevanten Querverbindungen zwischen dem Grünzug an der Saale und der Innenstadt

sein. Diese Vorgabe bezieht sich auf den Abschnitt „Die Innenstadt und die Stadtteilzentren – attraktiv und hochwertig gestaltet“ im Entwurf der Leitlinien Mobilität: „Der Straßenring um das Zentrum ist zu Fuß umwegfrei, wartezeitarm, sicher und barrierefrei überquerbar.“(10) Dazu wurde bereits ein 1. Fußverkehrscheck der Verkehrsachse östlich der Innenstadt (PDF)als Mängelanalyse mit verschiedenen Lösungsansätzen und einem Fazit durchgeführt. Auszüge aus den Ergebnissen wurden bei einer zweiten Ortsbegehung mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Verwaltung, aus Verbänden und örtlichen Gremien diskutiert. Eine Protokoll-Zusammenfassung finden Sie unter 2. Fußverkehrscheck.

Darüber hinaus wünschte sich die Stadtverwaltung,

  • das Problembewusstsein zu schärfen und richtigzustellen, dass der Fußverkehr den anderen Verkehrsteilnehmern nichts wegnimmt, sondern ganz im Gegenteil einen Lösungsansatz für zahlreiche städtische Probleme darstellt, z.B. zur Erreichung der Vorgaben der Klimaschutzpolitik, der europäischen Grenzwerte für Luftschadstoffe und Lärm, der Barrierefreiheit, des Kinderschutzes, der Verkehrsunfälle, usw. sowie
  • ganz allgemein das Interesse für die nachhaltigen Verkehrsarten zu wecken.

Hierzu war der gesprächsfördernde Workshop: Jena – Wo stehen wir und wo wollen wir hin? (PDF) ein innovativer Baustein des Projektes. In einem 2. Workshop (PDF) hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Vertretern des FUSS e.V. über die zukünftigen Schritte beraten und teilweise konkrete Schritte festgelegt. Einige der analysierten Querungsstellen sollen zukünftig verändert werden oder sind bereits als Maßnahme in die Wege geleitet worden. Für die in Priorität gesetzte Erarbeitung eines Fußwegenetzes hat der FUSS e.V. auch seine zukünftige Mitarbeit angeboten.

Quellen:

  1. Stadt Jena, Dezernat für Stadtentwicklung und Bauwesen (Auftraggeber): Stadt Jena – Verkehrsentwicklungsplan VEP 2002, Ingenieurgemeinschaft Schnüll Haller und Partner, Hannover (Auftragnehmer)
  2. Vgl. „Thesen für die Leitlinien Mobilität in Jena 2030 als Grundlage für den Workshop am 20. April 2015“
  3. Stadt Jena, Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt, Fachbereich Stadtumbau, Team Verkehrsplanung und Flächen (Auftraggeber): Verkehrsentwicklungsplan - Leitlinien Mobilität in Jena 2030, Entwurf Stand 30.11.2015, plan.publik, Prof. Karl Heinz Schäfer (Auftragnehmer)
  4. Diese und weitere Informationen, die nicht als Zitat gekennzeichnet sind, wurden aus dem Bewerbungsschreiben der Stadtverwaltung vom 11.08.2016 entnommen.
  5. Leitlinien Mobilität in Jena 2030, 3.2 Qualitäts- und Handlungsziele, S.10-12
  6. Leitlinien Mobilität in Jena 2030, 4.1 Strategie 1: Förderung der Nahmobilität im Umweltverbund, S.14
  7. Höchste Stufe des europäischen Gütezertifikates für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik der Kommunen, siehe www.european-energy-award.de
  8. Bundeswettbewerb zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs, ausgeschrieben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, siehe www.kommunalwettbewerb.de
  9. Jenaer Umweltpreis siehe www.schritt-fuer-schritt.net
  10. Leitlinien Mobilität in Jena 2030, Blickwinkel 4, S.9

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